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Chana Masala

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Chana Masala ist ein ganz klassisches und super leckeres indisches Gericht. Ich bin sehr viel in Indien gereist und vermisse all die Gerüche, Geschmäcker und Eindrücke, wenn ich nicht dort sein kann. Indisch zu kochen holt mir dieses Indien Feeling nach Hause und ist außerdem so lecker und wohltuend. Chana Masala ist eins meiner absoluten Lieblingsgerichte. Ich zeige dir hier, wie ich meine Version des indischen Kichererbsencurrys zubereite.

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Du brauchst: 

Ca. 2 Tasse Kichererbsen (trocken, nicht aus der Dose)

Ca. 5 große Tomaten (wenn du Tomatensauce auf Vorrat kochen möchtest, dann nimm gern mehr)

3-4 EL ungeröstetes Sesamöl

1 Chilischote

2 TL frisch geriebenen Ingwer

1 TL ganze Kreuzkümmelsamen

1 TL Koriandersamen

1 TL Kurkuma

1/4 TL Ajwan

Etwas Süße bei Bedarf

Je eine Prise: Himalaya Salz, Asafoetida & schwarzes Salz

Frischen Koriander zum Garnieren

Dazu passt: Basmati Reis, Chapatis oder Parathas.

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Vorbereitung:

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Es braucht ein wenig Vorbereitung – das Masala selbst geht aber ganz schnell. Du musst also nur ein wenig vorweg planen, deine Tomatensauce kochen und die Kichererbsen einweichen. Dann braucht es nicht viel Zeit, um ein leckeres Chana Masala zu zaubern!

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Tomatensauce: 

Ich mache meine Tomatensauce gern selbst. Das muss nicht an dem Tag sein, an dem du das Chana Masala machen möchtest, du kannst sie auch ein paar Tage vorher kochen und dann in Gläsern luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn es schnell gehen muss, kannst du natürlich auch fertige Sauce kaufen, der Geschmack und die Energie des Essens sind aber anders, wenn du sie selbst machst und dein Prana und deine Liebe in alle Aspekte des Essens fließen lässt. 

Ich gebe für meine Sauce die ganzen Tomaten in einer Auflaufform in den Backofen und lasse sie für ca. 45 Minuten backen. Sie platzen ein wenig auf, Saft läuft raus und brennt ein wenig an – das gibt hinterher einen wunderbaren Geschmack. 

Dann lasse ich die Tomaten abkühlen, püriere sie und lass sie noch für eine Weile im Topf auf dem Herd kochen. Es kommt ein wenig darauf an, wie wässrig sie sind. Wenn sie viel Wasser enthalten, kannst du sie ruhig eine Stunde oder länger vor sich hin kochen lassen und hin und wieder kontrollieren, dass sie am Boden nicht anbrennen. Anschließend gibst du sie in saubere Einmachgläser und verschließt sie. 

Oder du verarbeitest sie direkt für dein Chana Masala weiter. 

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Kichererbsen:

Lass die Kichererbsen 24 Stunden einweichen und wechsle mindestens alle 8-12 Stunden das Wasser und spüle die Kichererbsen gut durch.

Das einweichen hilft, die Geschmacksrichtung zusammenziehend/astringent zu reduzieren. Dadurch werden die Kichererbsen leichter verdaulich. Im Ayurveda wissen wir, dass alle Hülsenfrüchte immer mindestens über Nacht eingeweicht werden sollten, auch wenn sie klein sind und eigentlich schnell gar gekocht sind. Für die Verdauung macht es einen Unterschied!

Zubereitung:

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Los geht’s:

Lass 3 EL Sesamöl in einer großen Pfanne warm werden und gib etwas frische klein geschnittene Chilischote und 1-2 TL frisch geriebenen Ingwer hinzu. Je nachdem, was dein Dosha ist, welche Jahreszeit ist und wie gern du Chili magst, kannst du hier entweder weniger scharf (für Pitta-Typen) oder etwas schärfer (für Vata und Kapha) wählen. Lass den Ingwer und Chili kurz anbraten und gibt dann 1TL ganze Kreuzkümmelsamen, 1TL leicht gemahlene Koriandersamen, 1/4 TL Ajwan (Königskümmel) und 1 TL Kurkuma hinzu. 

Misch die Gewürze kurz und gib anschließend die Tomatensauce hinzu und verrühre alles gut. 

Rühre ausreichend Salz in die Sauce. An dieser Stelle kannst du gern mal probieren, ob die Menge der Gewürze für dich stimmig ist, oder ob du gern noch etwas mehr hinzufügen möchtest. Ich koche immer sehr intuitiv und versuche dabei möglichst nicht zu probieren, bevor ich das Gericht fertig habe, mein kleines Gebet gesprochen habe und bereit zum essen bin. 

Im Ayurveda wird generell davon abgeraten, das Essen zu probieren, bevor es fertig ist, und während des Kochens zu naschen. Wenn du das erste Mal ein neues Rezept ausprobierst, finde ich es aber okay, mit einem sauberen Löffel eine kleine Menge abzuschmecken. 

Gib dann die Kichererbsen hinzu und lass alles für ca. 10 Minuten kochen. Vielleicht brauchst du noch ein wenig Wasser, wenn deine Tomatensauce sehr fest ist, vielleicht solltest du sie ein wenig länger kochen lassen, wenn sie noch sehr dünn ist. Hör auch hier auf dein Gefühl. 

Wenn meine Tomaten sehr sauer sind, gebe ich auch manchmal einen kleinen Löffel Süße hinzu Ich nutze gekochten Zuckerrohrsaft, der in Mexiko sehr weit verbreitet ist (Pioncillo oder Panela). Du kannst die Süße deiner Wahl verwenden, zum Beispiel Vollrohrzucker, Agave, Dattelsüße oder ähnliches. Vermeide es allerdings Honig zu verwenden, da Honig nicht erhitzt werden sollte.)

Zum Schluss gebe ich noch super gern eine Prise Asafoetida und ein wenig schwarzes Salz hinzu – das macht den Geschmack einfach perfekt. 

Asafoetida ist ein Harz, dass aus der Wurzel einer Pflanze gewonnen wird. Es wird in der indischen Küche sehr viel verwendet. Es stimuliert die Verdauung und regt Agni, das Verdauungsfeuer an. Das schwarze Salz ist ebenfalls sehr gesund für die Verdauung. 

Beides bekommst du im Asia Laden oder im Internet. 

Lass dein Chana Masala noch ein paar Minuten mit diesen beiden Gewürzen kochen und nimm es dann vom Herd.

Servieren kannst du es mit Basmati Reis – am besten im Verhältnis 60% Reis und 40% Chana. Garnier es mit ein wenig frischem Koriander und mach dir, wenn du magst, ein paar Chapatis oder Parathas dazu. 

Nimm dir einen ruhigen Moment, um ein kleines Dankesgebet zu sagen und genieß dann in aller Ruhe dein wunderbares Essen. 

Ich wünsche dir jetzt ganz viel Spaß in deiner Küche, viel Freude beim Kochen und einen guten Appetit!

Hab einen fabelhaften Tag

Alles Liebe

Deine Laura

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