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	<title>Iyengar Yoga Archive - Yogasana</title>
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	<description>Iyengar Yoga und Ayurveda mit Laura Böhnke</description>
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	<title>Iyengar Yoga Archive - Yogasana</title>
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		<title>Bedeutungen des Wortes Yoga</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 00:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Doshas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Artikel stelle ich dir verschiedene Bedeutungen des Wortes Yoga aus den Schriften vor, um damit deine Praxis zu vertiefen. Denn die Komplexität und Tiefe von Yoga ist schwer in Worte zu fassen und die ursprünglichen Bedeutungen des Wortes Yoga kann uns als wertvolle Inspiration für unser Sadhana dienen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yogasana.life/bedeutungen-des-wortes-yoga/">Bedeutungen des Wortes Yoga</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yogasana.life">Yogasana</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"></p>



<p>Yoga hat im letzten Jahrhundert seinen Weg in die westliche Welt gefunden. Die Wissenschaft, Kunst und Philosophie des Yoga ist in der indischen Region jedoch viele Jahrtausende alt. Heutzutage beschreiben wir mit dem Wort Yoga oftmals einfach unsere Yogaklassen &#8211; also die Asanapraxis. Dabei geht manchmal ein bisschen der Tiefe und Komplexität von Yoga verloren, vor allem, wenn in den Klassen all diese Aspekte wenig integriert werden.</p>



<p>Wenn wir Yoga als rein körperliche Sportart ansehen, dann liegen wir damit absolut falsch, denn Yoga ist viel mehr als das.&nbsp;</p>



<p>Was genau bedeutet aber Yoga? Besonders wenn wir bereits auf unserem Weg des Yoga sind und regelmäßig üben und eine spirituelle Praxis haben, dann stellen wir bei der Reflexion dieser Frage schnell fest, dass es gar nicht so einfach zu beantworten ist.&nbsp;</p>



<p>Frag dich selbst gern einmal &#8211;<strong> was bedeutet Yoga für dich?</strong> Wie würdest du es jemandem erklären, der noch nie davon gehört hat?<strong> Und warum machst du Yoga?</strong> Diese Fragen zu reflektieren kann uns helfen, Klarheit zu entwickeln und den Fokus zu bewahren, um unser Praxis immer weiter zu vertiefen.</p>



<p>Dies ist der <strong>erste Teil von zwei Artikeln</strong>, in denen ich gern einige der Bedeutungen des Wortes Yoga aus den verschiedenen philosophischen Texten mit dir teilen möchte. Denn ich glaube, dass diese Verbindung mit der ursprünglichen Verwendung des Wortes spannende neue Facetten des Yoga aufdecken kann und unser Praxis inspirieren kann.&nbsp;</p>



<p>Die Basis für diese zwei Artikel bildet eine Vorlesung von meinem Philosophie Lehrer Siddharta Krishna, in der er uns 12 Bedeutungen des Wortes Yoga vorgestellt hat.&nbsp;</p>



<p>Yoga bedeutet wörtlich so viel wie <strong>Union oder Verbindung</strong>. Das Wort stammt von der Silbe <em>yuj</em>, die in etwa zusammenbinden, anschirren oder anjochen bedeutet. BKS Iyengar beschreibt Yoga in der Einleitung von Licht auf Yoga als die <strong>Union von Körper, Geist und Seele.&nbsp;</strong></p>



<p>Yoga ist sowohl Philosophie, Wissenschaft, als auch Kunst und Lebensstil alles in einem. Die Verwendung des Wortes in den verschiedenen Texten kann uns helfen, die Tiefe und die verschiedenen Facetten von Yoga zu verstehen und dadurch unser Verständnis und unsere Praxis vertiefen.</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2023/02/1-1-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-8773"/></figure>
</div>


<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Viyoga (Bhagavad Gita 6.23)</strong></p>



<p>Während Yoga Union bedeutet, bedeutet Viyoga<strong> Trennung</strong>. Die Union (Yoga) als Trennung (Viyoga) zu beschreiben, klingt im ersten Moment widersprüchlich, ist es jedoch nicht.&nbsp;</p>



<p>Denn Viyoga bezieht sich auf die<strong> Trennung von Leid</strong>. Das Leben wird uns immer mit Herausforderungen konfrontieren, es wird immer schöne Zeiten geben, aber auch schwere Zeiten. Unsere Yogapraxis gibt uns die innere Stärke, bewusst auf jede Situation zu reagieren und gekonnt auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Viyoga beschreibt die Trennung vom Leid &#8211; nicht indem wir vor dem Leid die Augen verschließen oder vor schwierigen Situationen weglaufen, sondern indem wir unsere <strong>innere Welt verändern</strong> und anders auf die gegebenen Umstände reagieren. Es ist die Fähigkeit, das Leben in all seinen Facetten zu akzeptieren. Denn unsere Yogapraxis entwickelt eine<strong> innere Stärke, </strong>die dafür sorgt, dass unser Wohlbefinden nicht von äußeren Umständen abhängt. Wir erkennen, dass wir die äußere Welt nicht verändern können, wohl aber unsere innere Welt und verstehen, dass wir <strong>in jedem Moment wählen können</strong>. Wir lernen, unser Zentrum stabil und im Gleichgewicht zu halten und gekonnt mit den Höhen und Tiefen des Lebens umzugehen, ohne in Verzweiflung zu verfallen.</p>



<p class="has-medium-font-size"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga Kshema&nbsp;</strong></p>



<p>Yoga Kshema ist eine sehr alte Definition von Yoga und bedeutet so viel wie<strong> sich etwas Neues aneignen und beschützen, was schon da ist. </strong>In dieser alten Definition von Yoga geht es nicht darum, sich neue Gegenstände und Objekte anzueignen, sondern um die Entwicklung von<strong> positiven inneren Werten und Einstellungen</strong>. Gleichzeitig ist es genauso wichtig, all das Positive, was bereits da ist, zu schützen, zu pflegen und es weiter auszubauen. In Bezug auf unsere Praxis geht es darum, beständig und konstant zu üben, um den aktuellen Zustand zu wahren und gleichzeitig das Ziel zu haben, uns immer mehr mit uns selbst zu verbinden und mehr Tiefe und Verständnis zu entwickeln.</p>



<p class="has-medium-font-size"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist innere Stärke (Atharva Veda)</strong></p>



<p>Yoga ist<strong> innere Stärke </strong>bedeutet zu verstehen, dass wir kraftvoll sind und unser Leben <strong>bewusst erschaffen können</strong>. Diese innere Stärke dient dem Zweck, den inneren Konflikt zu gewinnen und anstatt den vielleicht gemütlichen oder einfachen Weg zu wählen, wählen wir den Weg von <strong><a href="https://www.yogasana.life/yamas-und-niyamas/">Tapas,</a></strong> von Selbstdisziplin und erschaffen dadurch eine innere Welt, die dafür sorgt, unsere Lebenskraft auf die richtigen Dinge zu konzentrieren. Wir lernen, unsere Energie nicht für unnötige Dinge zu verschwenden, sondern sie für unser persönliches Wachstum und das Wachstum der Gesellschaft positiv einzusetzen.&nbsp;</p>



<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist die Verbindung unsere Gedanken mit unseren Handlungen (Upanishads)</strong></p>



<p><br>In den Upanishads wird ein schlechter Mensch als ein Mensch beschrieben, dessen <strong>Gedanken, Worte und Taten nicht in Einklang sind.</strong> Diese Assoziation der verschiedenen Ebenen von uns selbst sorgt für tiefe<strong> Integrität.</strong> Im Iyengar Yoga arbeiten wir direkt mit diesem Prinzip. Durch die Präzision der Bewegungen und Aktionen, wird der Geist mit der Bewegung in Verbindung gebracht. Es braucht so viel Aufmerksamkeit, dass sich keine Gelegenheit für den Geist ergibt, sich auf etwas anderes zu fokussieren, als darauf, was der Körper gerade tut. Diese Integrität, die wir in den Asanas lernen, können wir dann mit in alle anderen Aspekte unseres Lebens nehmen.&nbsp;</p>



<p class="has-medium-font-size"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Balance (Bhagavad Gita)</strong></p>



<p>In der Bhagavad Gita beschreibt Krishna Yoga auf unterschiedliche Art und Weise, um seinem Freund und Schüler Arjuna all die Facetten des Yoga zu erklären. Dabei beschreibt er Yoga an einer Stelle als<strong> Balance oder Equilibrium</strong>. Er sagt dort, dass Yoga nicht für diejenigen ist, die zu viel oder zu wenig essen. Es ist auch nicht für diejenigen, die zu viel oder zu wenig schlafen. Es ist die harmonische Balance in der Ernährung und in der Erholung, die Yoga ermöglicht. Die Yogapraxis entwickelt in uns eine Harmonie, ein inneres Gespür dafür, wie viel das richtige Maß ist und lehrt uns, uns zu mäßigen.</p>



<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Bhakti</strong></p>



<p>Bhakti ist universelle Liebe. Yoga ist Bhakti beschreibt die Beziehung des Menschen zum Universum in all seinen Facetten. Bhakti Yoga bedeutet<strong> uneingeschränkte Liebe</strong>, ein <strong>tiefes Vertrauen in das Leben</strong> und eine innere Welt voller Mitgefühl, Akzeptanz und Güte. Bhakti verbindet uns mit der<strong> göttlichen Energie,</strong> die allem Leben zugrunde liegt und hält uns in dieser Sicherheit, dem Vertrauen und dem tiefen Wissen, dass alles genau richtig ist, so wie es ist.&nbsp;</p>



<p></p>


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<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Zusammenkommen (Rig Veda)</strong></p>



<p>In der Rig Veda, dem ältesten Teil der Vedas wird das Wort Yoga im Sinne von „sich treffen oder zusammenkommen“ verwendet. Es geht dabei um <strong>Versammlungen und Zusammenkünfte mit dem Zweck, Wissen zu teilen und weiterzugeben.</strong> Ursprünglich wurde das Wissen und die Konzepte des Yoga immer direkt vom Lehrer an die Schüler weitergegeben. Die Gemeinschaft und das Zusammenkommen sind dabei wichtige Aspekte. Im Buddhismus ist das Konzept der Sangha zentral, was mit dieser Bedeutung von Yoga zusammenpasst. Sangha bedeutet Gemeinschaft und ist ein wichtiger Pfeiler des Buddhismus.</p>



<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist die Abwesenheit von Feindseligkeit </strong></p>



<p>Yoga bedeutet auch keinem Wesen gegenüber Feindseligkeit zu empfinden. Diese Definition steht im engen Zusammenhang mit den <a href="https://www.yogasana.life/yamas-und-niyamas/">Yamas und Niyamas</a>, besonders mit <strong>Ahimsa &#8211; der Gewaltfreiheit.</strong> Akzeptanz und Toleranz zu entwickeln, gehört zu Yoga dazu und diese Bedeutung lehrt uns, dass wir &#8211; auch wenn wir unterschiedlicher Meinungen sind oder die Aktionen unserer Mitmenschen nicht immer gutheißen &#8211; dennoch innerlich Frieden, Mitgefühl und Akzeptanz kultivieren können.&nbsp;</p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Gleichmut (Bhagavad Gita)</strong></p>



<p>In der Bhagavad Gita sagt Krishna, dass Yoga <em>Samatva</em> ist &#8211; <strong><em>Samatva</em> bedeutet Gleichheit oder Gleichmut.&nbsp;</strong></p>



<p>Gleichheit kultivieren wir auf körperlicher Ebene in den Asanas, denn besonders im Iyengar Yoga streben wir danach, Ungleichmäßigkeiten zwischen den beiden<strong> Körperseiten </strong>wahrzunehmen und auszugleichen. Diese äußerliche Gleichheit sorgt für innere Balance, Zentriertheit und Fokus.</p>



<p>Im Sinne von Gleichmut bedeutet Yoga eine innere Stärke zu entwickeln, durch die wir uns von äußeren Einflüssen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Egal was das Leben für uns bereit hält &#8211; Samatva lehrt uns, dass wir immer selbst entscheiden können, wie wir reagieren &#8211; egal was im Außen passiert.&nbsp;</p>



<p></p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist geschicktes Handeln (Bhagavad Gita)</strong></p>



<p><em>Yogah Karmasu Kausalam</em> ist eine meiner liebsten Definitionen von Yoga.<strong> Gekonnt und mit Geschick zu handeln ist Yoga</strong>. Diese Definition lehrt uns, dass wir immer und in jedem Moment unser bestes geben sollten &#8211; das ist Yoga. Gekonnt auf die äußeren Umstände zu reagieren und entsprechend zu handeln ist eine Kunst, die wir durch eine regelmäßige Yogapraxis lernen und immer mehr stärken können. Mit der Zeit nimmt unsere Integrität immer mehr zu, der innere Widerstand gegen die Umstände nimmt ab und stattdessen sind wir allzeit bereit, zu tun, was gerade getan werden muss.&nbsp;</p>



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<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen des Geistes (Yoga Sutren von Patanjali)</strong></p>



<p>Patanjali definiert Yoga im zweiten Sutra als <em>„citta vrtti nirodah“</em> &#8211; Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen des Geistes. Diese Definition ist sehr bekannt und das Spannende ist auch hier, dass das Ziel des Yoga auf<strong> geistiger Ebene</strong> ist. Auch wenn Patanjali uns den ganzen Weg des Ashtanga Yoga darlegt und erklärt, wie wir Yoga erlernen können, ist von Beginn an klar, dass das Ziel auf innere Ebene liegt. Wenn die Gedankenwellen des Geistes abklingen, sagt er weiter, wird der Blick auf das wahre Selbst möglich.</p>



<p></p>



<p class="has-medium-font-size"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Yoga ist Samadhi (Upanishads)</strong></p>



<p>Samadhi ist laut Patanjalis Ashtanga Yoga das finale Ziel des Yoga, die Erleuchtung oder komplette Selbsterkenntnis. In den Upanishads werden beide Worte gleich benutzt.<strong> Samadhi ist Yoga und Yoga ist Samadhi.</strong> Samadhi ist die tiefste und höchste Form der Konzentration, wenn der Meditierende und das Objekt der Meditation ineinander verschmelzen.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium is-resized"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" width="300" height="300" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center">Ich hoffe, diese kleinen Einblicke in die Tiefe der vedischen Philosophie hilft dir, deine Praxis zu vertiefen!</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Alles Liebe</strong></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p></p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
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		<title>Motivation</title>
		<link>https://www.yogasana.life/motivation/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2023 05:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[asanas]]></category>
		<category><![CDATA[Ayurveda]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hatha]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[kraft der asanas]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Setzt du dir auch gern gute Vorsätze fürs neue Jahr? In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Motivation beibehalten kannst, warum Disziplin eine Form der Selbstliebe ist und was Patanjali über dieses Thema gesagt hat. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">fürs neue Jahr</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Setzt du dir auch gern <strong>gute Vorsätze</strong> fürs neue Jahr? Ich glaube, dass diese Tradition ganz fantastisch ist und es ganz natürlich für uns Menschen ist, das Jahr positiv und besser zu starten, aus dem vergangenen Jahr zu lernen und <strong>optimistisch nach vorne zu schauen.&nbsp;</strong></p>



<p>Was allerdings oft passiert, ist dass wir uns alle möglichen guten Vorsätze zurecht legen und dann kommt die erste Januar Woche &#8211; wir starten ganz motiviert, können diese Motivation vielleicht noch für ein paar Tage aufrecht erhalten und dann werden wir plötzlich abgelenkt, lassen doch mal was dazwischen kommen und <strong>bevor wir es überhaupt selbst merken, sind wir wieder in alte Gewohnheiten verfallen.&nbsp;</strong></p>



<p>Das ist ganz normal. Denn unser Gehirn funktioniert einfach so. In meinem Artikel über <a href="https://www.yogasana.life/gewohnheiten-verbessern/">Gewohnheiten</a>  erkläre ich dir ganz ausführlich, warum das Gehirn einfach gern an alten Dingen und Mustern festhält und warum es immer versucht Anstrengung zu vermeiden. In aller Kürze: Das liegt daran, dass unser Gehirn darauf ausgelegt ist, unser <strong>Überleben zu sichern.</strong> Wenn wir in unseren alten Mustern bisher überlebt haben, dann denkt sich das Gehirn: Super &#8211; genauso machen wir weiter, hier sind wir sicher. Alles was neu ist wird grundsätzlich abgelehnt, weil<strong> potentiell die Gefahr besteht</strong>, nicht mehr sicher zu sein.&nbsp;</p>



<p>Das ist natürlich auf manchen Ebenen hilfreich. Allerdings wollen die meisten von uns nicht nur<strong> überleben</strong>, sondern<strong> leben</strong>. Das Leben erfahren, wachsen, neue Dinge machen, Abenteuer erleben und einfach glücklich sein.&nbsp;</p>



<p>Wenn wir allerdings immer in unseren alten Mustern bleiben und uns immer wieder selbst in die Quere kommen, sabotieren wir unsere Träume von einem erfüllten Leben selbst. Wir machen das oft ganz unbewusst &#8211; aber wir sind trotzdem zu <strong>100% dafür verantwortlich.&nbsp;</strong></p>



<p>Ich möchte dich heute dazu einladen, deine Vorsätze noch einmal aus einem neuen Winkel zu betrachten. Nämlich aus der <strong>Perspektive der Zukunft</strong>. Stell dir mal vor, wie du dich im Sommer fühlen wirst, wenn du ab jetzt deine Yogapraxis, deine Mediation, deine gute Ernährung &#8211; was auch immer es für dich ist &#8211; beibehältst und diszipliniert dran bleibst. Was wird sich bis dahin verändert haben? Wie ist deine Gesundheit? Wie fühlst du dich? Wie sieht deine Routine aus? Wie viel Energie hast du? Und dann erlaube dir, aus dieser Zukunftversion von dir selbst, die nötige Motivation und die nötige Inspiration zu ziehen, heute das zu tun, was nötig ist.</p>



<p>Und dann stell dir mal vor, wie deine Zukunft aussieht, wenn du genau das Gegenteil für die nächsten 6 Monate tust. Wie fühlst du du dich dann? Wie ist dein Gesundheitszustand? Bist du zufrieden mit dir? Dankbar? Erfüllt?&nbsp;</p>



<p></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1800" height="900" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12-1024x512.png" alt="" class="wp-image-8416" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12-1024x512.png 1024w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12-300x150.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12-768x384.png 768w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12-1536x768.png 1536w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/12.png 1800w" sizes="(max-width: 1800px) 100vw, 1800px" /></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p><strong>Wir selbst sind für unser eigenes Leben verantwortlich.</strong> Disziplin ist die höchste Form der Selbstliebe, heißt es. Und ich würde das sofort unterschreiben. Disziplin bedeutet, dass wir jetzt etwas anstrengendes tun, um uns dann später gut zu fühlen. Unser Gehirn ist andersrum gepolt und will jetzt etwas tun, was sich jetzt gut anfühlt. <strong>Oftmals kommt dann allerdings später die Rechnung.&nbsp;</strong></p>



<p>Im Ayurveda und im Yoga geht es darum,<strong> Eigenverantwortung </strong>zu übernehmen und die Zügel des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit <strong>selbst in die Hand </strong>zu nehmen. Das ist natürlich nicht immer einfach, aber es lohnt sich so sehr! Halte dir immer wieder die positive Zukunftsvision vor Augen und übe, auch wenn du keine Lust hast.&nbsp;</p>



<p>Auch<strong> Patanjali </strong>spricht in den Yoga Sutren darüber, wie wichtig es ist, jetzt diszipliniert zu handeln, um später die positiven Effekte ernten zu können. In Sutra II.16. schreibt er:&nbsp;</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>हेयं दुःखमनागतम् ॥१६॥</p>



<p>heyaṃ duḥkhamanāgatam II.16.</p>



<p>The pains which are yet to come can be and are to be avoided.&nbsp;</p>



<p>Zukünftige Leiden können und sollen verhindert werden.&nbsp;</p>
<cite>Yoga Sutras of Patanjali </cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> </mark></p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p>Leid und Schmerz, der in der Vergangenheit liegt, ist vorbei. Leid, dass jetzt präsent ist, kann durch Yoga vermindert werden und zukünftiges Leid kann durch die richtige Praxis im hier und jetzt, vermieden werden, schreibt BKS Iyengar in seinem Kommentar zu diesem Sutra.&nbsp;</p>



<p>Patanajali macht hier klar, dass <strong>Yoga eine Form der präventive Heilkunst</strong> ist. Wenn wir <strong>jetzt</strong> diszipliniert üben, werden wir in der Zukunft weniger Herausforderungen meistern müssen. Und durch die mentale und körperliche Stärke, die wir durch unsere Praxis <strong>jetzt</strong> gewinnen, werden wir mit den Hochs und Tiefs des Lebens viel <strong>gekonnter</strong> umgehen können.&nbsp;</p>



<p>Ich glaube, dass wir alle ganz genau wissen, was gut für uns ist und was nicht.<strong> Jeder von uns spürt das.</strong> Das Problem ist, dass diese innere Stimme der Weisheit nicht laut ist.<strong> Der Geist hingegen ist laut und übertönt oft die innere Stimme.</strong> Natürlich wird es immer Herausforderungen geben und das ist auch gut so und gehört zum Leben dazu. Aber versuche, herauszufinden, auf welche Stimme du hörst, wenn du deine Entscheidungen triffst und versuche aus der <strong>richtigen Motivation heraus</strong> zu entscheiden, was du mit deiner wertvollen Zeit im hier und jetzt tun möchtest.&nbsp;</p>



<p></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center"><strong>In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches, gesundes und erfülltes neues Jahr!</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Wenn du voller Power durchstarten willst, dann sei beim<a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/"> Iyengar Yoga Onlinekurs</a> dabei! Dort geht es unter anderem darum, voller Motivation und Inspiration die eigenständige Yogapraxis zu entwickeln und zu vertiefen und mit Freude und Spaß zu üben. Ich hoffe, wir sehen uns dort!</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Prana</title>
		<link>https://www.yogasana.life/prana/</link>
					<comments>https://www.yogasana.life/prana/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ayurveda]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hatha yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Heilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Patanjali]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[PRana]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Früher oder später kommen wir alle auf unserem Yogaweg mit dem Begriff Prana in Berührung. Prana ist die Lebensenergie und die Kraft, die das Universum in Bewegung hält. Erfahre in diesem Artikel, wie BKS Iyengar Prana beschreibt. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><strong>Die Energie des Lebens</strong></p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<p>Prana. Wir alle kommen früher oder später auf unserem Yogaweg mit diesem Begriff in Berührung. Prana ist die Lebensenergie, die allem zu Grunde liegt und das Universum in Bewegung hält.</p>



<p>BKS Iyengar beschreibt in seinem Kommentar der Yoga Sutren die enorme Größe und Omnipräsenz von Prana auf ganz wunderbare Art und Weise. Deshalb ist der Artikel heute ein Auszug aus diesem Kommentar. Du findest diesen Auszug in seinem Buch „Light on the Yoga Sutras of Patanjali“/„Der Urquell des Yoga“ im Sutra II.49:&nbsp;</p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>तस्मिन्सति श्वासप्रश्वासयोर्गतिविच्छेदः प्राणायामः ॥ २.४९ ॥</p>



<p><em>tasminsati śvāsapraśvāsayorgativicchedaḥ prāṇāyāmaḥ </em>|| 2.49 ||</p>



<p>Pranayama is the regulation of the incoming and outgoing flow of breath with retention. It is to be practiced only after perfection in asana is attained.&nbsp;</p>



<p>Pranayama ist die Regulierung des einströmenden und ausströmenden Atmens mit Anhalten. Erst nach der Perfektion der Asanas kann Pranayama geübt werden.&nbsp;</p>
<cite>BKS Iyengar, Light on the Yoga Sutras of Patanjali, II.49.</cite></blockquote>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/11-1-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-8413"/></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist eine<strong> eigenständige Kraft</strong>, die von keiner äußeren Energiequelle abhängt.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist eine<strong> selbst-energetisierende Kraft, </strong>die ein <strong>magnetisches Feld in Form des Universums</strong> erzeugt.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana spielt mit dem Universum,<strong> erschafft und zerstört</strong>, um wiederum neue Schöpfung zu ermöglichen.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana <strong>durchdringt jedes einzelne Wesen</strong> genauso wie das gesamte Universum auf allen Ebenen.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana wirkt als<strong> physische Energie</strong>, als <strong>mentale Energie</strong> (sammeln von Information) und als <strong>intellektuelle Energie</strong> ( unterscheiden und sortieren der Information).</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist <strong>sexuelle Energie, spirituelle Energie</strong> und <strong>kosmische Energie.</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Alles, was im Universum vibriert ist Prana: <strong>Wärme, Licht, Schwerkraft, Magnetismus, Kraft, Vitalität, Elektrizität, Leben und Geist</strong>.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist das<strong> kosmische Lebensprinzip</strong> und ist in der belebten und unbelebten Materie wirksam.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist der<strong> erste Beweger</strong>, der Ur-Anstoß aller Bewegungen.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist die<strong> Fülle</strong> des Lebens.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana schöpft alle Energie aus <strong>sich selbst.&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist das <strong>Prinzip des Lebens und des Bewusstseins.</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist die <strong>Kreation</strong> aller Wesen im Universum.</p>



<p class="has-text-align-center">Alle Wesen sind<strong> aus Prana geboren</strong> und <strong>leben durch Prana.</strong>&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Wenn sie sterben, geht ihr <strong>individueller Atem im kosmischen Atem</strong> auf.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist die<strong> Nabe</strong> im Rad des Lebens und der<strong> Dreh- und Angelpunkt des Yoga.</strong>&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Alles hat seinen <strong>Platz </strong>im Prana.</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Alles Leben</strong> ist von Prana durchdrungen.</p>



<p class="has-text-align-center">Prana erschafft <strong>die Sonne, den Mond, die Wolken, den Wind, den Regen, die Erde und alle materiellen Formen.&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist sowohl <strong>sein (sat)</strong> als auch<strong> nicht-sein (asat)</strong>.</p>



<p class="has-text-align-center">Jede Sache, jedes Ding und jedes Lebewesen, auch der Mensch, ist in Prana<strong> geborgen.&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Prana ist die<strong> Energie und die Quelle</strong> jeder Erkenntnis.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Prana und Citta &#8211;</strong> Energie und Bewusstsein &#8211; stehen in ständigem Kontakt miteinander.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Sie sind wie <strong>Zwillinge: </strong>Prana konzentriert sich da, wo Citta ist und Citta dort, wo Prana ist.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Solange der Atem <strong>still</strong> ist, ist Prana still und somit ist auch Citta still.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Alle Schwingungen und Schwankungen kommen zum erliegen, wenn<strong> Prana und Citta stabil und ruhig</strong> sind.</p>



<p class="has-text-align-center">Die Yogis und Rishis erkundeten diesen<strong> Zusammenhang </strong>zwischen Atem und Bewusstsein und fanden im <strong>Pranayama </strong>das<strong> Mittel, um Energie und Bewusstsein zu stabilisieren.&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Das Wort Pranayama besteht aus den zwei Wörtern<strong> Prana</strong> und <strong>Ayama</strong>. Ayama bedeutet Streckung, Dehnung, Weitung, Regulierung, Beherrschung und Kontrolle.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">Wenn sich Prana, diese sich selbst aufladende Kraft, mit Weitung, Streckung und Kontrolle im Körper manifestiert, ist das <strong>Pranayama.</strong></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p><strong><span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</span></strong></p>



<p class="has-text-align-center">Ich glaube, dass jede einzelne dieser Zeilen sehr viel Raum für Kontemplation beinhaltet. Ich wünsche dir viele Erkenntnisse dabei!</p>



<p><strong><span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</span></strong></p>



<p><strong><span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</span></strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Alles Liebe</strong></p>



<p></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>
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		<item>
		<title>Die Kraft der Asanas</title>
		<link>https://www.yogasana.life/kraft-der-asanas/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2022 04:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[asanas]]></category>
		<category><![CDATA[Hatha]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[kraft der asanas]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich ein bisschen mit Yoga auskennt, weiß, dass Yoga weit über die Körperhaltungen, also die Asanas hinausgeht. Yoga ist eine uralte Philosophie, die Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt. In diesem Blogartikel erfährst du, warum die Asanas eine so zentrale Rolle im Yoga spielen und wie wir durch die Arbeit mit dem Körper unsere innere Welt neu ausrichten können.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Wer sich ein bisschen mit Yoga auskennt, weiß, dass Yoga weit über die Körperhaltungen, also die Asanas hinausgeht. Yoga ist eine uralte Philosophie, die Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt.&nbsp;</p>



<p>Ich bin Laura, ich bin begeisterte Yoga Übende und zertifizierte Iyengar Yoga Lehrerin. Ich liebe es, meine Schüler*innen für Yoga zu inspirieren und möchte heute mit dir über die Kraft der Asanas sprechen und warum wir im Yoga mit dem Körper arbeiten. Lass uns dafür mit einer ganz wichtigen und zentralen Frage starten:&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Yoga?</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Yoga wird an verschiedenen Stellen der alten Schriften unterschiedlich definiert, weil es einfach so ein großes Konzept ist und schwer in Worte zu fassen ist. BKS Iyengar definiert Yoga beispielsweise als Union von Körper, Geist und Seele. In den Yoga Sutren beschreibt Patanjali Yoga als das zur-Ruhe-kommen der Gedankenwellen des Geistes.&nbsp;</p>



<p>Diese Definitionen von Yoga sind wichtig und sollten von uns Yogaschüler*innen gekannt werden, aber mal ganz ehrlich &#8211; <strong>wie greifbar sind diese Worte für dich</strong>? In wie weit können wir die Union von Körper, Geist und Seele in unseren Alltag einbringen oder bewusst die Gedankenwellen des Geistes beruhigen?</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Asana macht Yoga greifbar</strong></p>



<p></p>



<p>Hier kommt die Asanapraxis ins Spiel. Eine der wertvollsten und fantastischsten Dinge der Asanapraxis ist, dass sie Yoga für uns greifbar macht. Wir starten mit dem, was für uns echt und im wahrsten Sinne des Wortes greifbar ist &#8211; nämlich mit dem Körper. Der Geist ist natürlich auch echt, aber ihn zu greifen und zu kontrollieren ist viel komplizierter, als den Körper zu kontrollieren. Der Geist ist so schnell und springt von einem Gedanken zum anderen &#8211; dies im Zaum zu halten, erfordert enorme Disziplin und Selbstkenntnis.&nbsp;</p>



<p>Mit dem Körper hingegen können wir starten. <strong>Der Körper ist für uns viel zugänglicher. </strong>Und auch wenn die Asanapraxis von außen auf den ersten Blick rein körperlich aussieht, geht sie weit über den Körper hinaus.</p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Die Verbindung von Körper und Geist</strong></p>



<p></p>



<p>Sowohl im Yoga als auch im Ayurveda gehen wir davon aus, dass die gesamte manifestierte Natur, Prakriti, aus dem Zusammenspiel der 5 Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum besteht. Zu Prakriti gehört alles was wir sehen und anfassen können, alles was uns umgibt und auch alles was wir hören, denken, fühlen und wahrnehmen können. Sowohl die grobstoffliche Ebene unseres Seins, also der Körper, als auch die feinstofflichen Ebenen, also unsere innere Welt, bestehen aus den 5 Elementen.&nbsp;</p>



<p>Körper und Geist sind also aus dem <strong>gleichen Material </strong>und somit untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Emotionen beispielsweise haben immer einen bestimmten Gesichtsausdruck und eine bestimmte Körperhaltung zur Folge. Wenn wir Angst haben, senken wir den Kopf und heben die Schultern. Wenn wir wütend sind, ziehen wir die Augenbrauen zusammen und spannen das Kiefergelenk an. Die Emotionen und Gedanken, die aus unserer inneren Welt kommen, beeinflussen also direkt unseren Körper.&nbsp;</p>



<p>Spannend wird es, wenn wir diese Verbindung beginnen für uns zu nutzen. Und genau das machen wir in den Asanas &#8211; mit einem ganz zentralen Unterschied: Wir starten mit dem Körper und beeinflussen dadurch unsere innere Welt.&nbsp;</p>



<p>Mach gern einmal ein kleines Experiment mit mir zusammen: Erinner dich an einen Moment in deinem Leben, an dem du so richtig wütend warst &#8211; spür die Wut jetzt noch einmal. Und dann halte diese Wut, sei richtig wütend und jetzt: lächle aus vollem Herzen übers ganze Gesicht und bleib weiter so richtig wütend!</p>



<p>Das fühlt sich ein bisschen so an, als würde es einen Kurzschluss im Gehirn geben, oder? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das liegt daran, dass es einfach nicht möglich ist. Der Körper spricht immer die gleiche Sprache der inneren Welt und auch anders herum.</p>



<p>Das bedeutet also, wenn wir durch einen regelmäßige Asanapraxis unseren Körper auf eine gewisse Art und Weise trainieren, dann verändern sich auch die Grundmuster unserer Gedanken und Emotionen.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/12/1-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-8380"/></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Die Kraft einer aufrechten Körperhaltung</strong></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> </mark></p>



<p>Eine verschlossene Körperhaltung, mit zusammengesunkener Wirbelsäule, Schultern, die nach vorne Rollen und einem hängenden Kopf, resultiert automatisch in einem verschlossenen Geist. Die Gedanken und Emotionen laufen automatisch eine negativ Spirale hinab und wir beginnen dem Leben immer misstrauischer gegenüber zu treten und halten an negativen Gedanken und Gefühlen fest &#8211; was wiederum die verschlossene Körperhaltung weiter fördert.&nbsp;</p>



<p>Um aus diesem Kreis auszubrechen, ist die Asanapraxis unheimlich kraftvoll. Im Iyengar Yoga ist die Aufrichtung der Wirbelsäule ein ganz zentraler Aspekt der Praxis. BKS Iyengar sagte, dass es die Aufgabe der Wirbelsäule ist, den Geist wachsam zu halten. Wenn die Wirbelsäule in sich zusammenfällt, verliert der Geist seine Klarheit und die Kapazität gute Entscheidungen zu treffen.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„It is the spine&#8217;s job to keep the mind alert. To do this, the spine has to keep the brain in position. The spine must never be slack but must reach up to the Self. Otherwise, the divine light within you dims.“ </p>



<p>„Es ist der Job der Wirbelsäule den Geist wachsam zu halten. Um dies zu tun, muss die Wirbelsäule das Gehirn in Position halten. Die Wirbelsäule sollte nie in sich zusammenfallen, sondern immer zum höchsten Selbst hinauflangen. Ansonsten verdunkelt sich das göttliche Licht in dir.“</p>
<cite>BKS Iyengar in Light on Life (dt. Licht aufs Leben)</cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Bewusst die Wirbelsäule zu verlängern, die Schultern zurückzurollen und das Kinn zu heben, verändert automatisch unsere innere Welt. Nur ein paar Minuten in dieser Haltung verändern die Biochemie unseres Körpers und resultieren in einer viel optimistischeren inneren Haltung.&nbsp;</p>



<p>Eine kraftvolle Körperhaltung ist also unverzichtbar, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Agieren statt re-agieren</strong></p>



<p></p>



<p>Abgesehen von einer offenen und starken Körperhaltung kann die Asanapraxis aber natürlich noch viel mehr:</p>



<p>Während der Praxis schulen wir unseren Geist durch einen bestimmten Prozess, den wir in den Asanas immer wieder durchlaufen. Iyengar Yoga ist für seine Präzision und Genauigkeit der Asanas bekannt. Das hat natürlich zum einen auf körperlicher Ebene zum Vorteil, dass die Übungen für den Körper gesund und fördernd ausgeführt werden, aber auch auf innerer Ebene passiert etwas ganz spannendes:&nbsp;</p>



<p>Durch die präzise und aufmerksame Arbeit mit einem bestimmten Körperteil, trainieren wir unsere Kapazität zu<strong> beobachten.</strong> Sich selbst wahrzunehmen und zu schauen, was wir eigentlich machen, ist immer der erste Schritt hin zu einem Wandel. Wir gewinnen dadurch einen Überblick darüber, wie wir eigentlich handeln und können dies im ersten Schritt wahrnehmen und dann im zweiten Schritt aktiv korrigieren. Dieser Prozess passiert &#8211; wenn wir auf die Iyengar Yoga typische Art üben &#8211; immer wieder während einer Übungseinheit. Es geht ständig darum, zu sehen, was der Körper macht, dies wahrzunehmen und dann zu lernen, zu korrigieren. Dieser Prozess schult uns nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern vor allem auch im Inneren. Wir lernen uns selbst mit einer <strong>gewissen Distanz</strong> zu betrachten und schaffen durch diese Distanz einen Raum zwischen der gegebenen Situation und unserer Reaktion darauf. Anstatt blind zu re-agieren, lernen wir immer mehr bewusst zu agieren und unsere Handlung <strong>aktiv zu wählen.</strong> Und das ist nicht nur in der Asanapraxis, sondern auch in allen Aspekten unseres Alltags eine der wertvollsten Qualitäten, die Yoga in uns kultivieren kann.&nbsp;</p>



<p>Asanas sind wirklich magisch, wenn wir mit vollem Einsatz und Präsenz üben. Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel dazu inspirieren, deine eigene Praxis noch einmal neu zu vertiefen und sie als kraftvolles Tool für ein erfülltes und glückliches Leben zu nutzen.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> </mark></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p class="has-text-align-center">Möchtest du gern tiefer in die Kraft des Yoga eintauchen? Dann bist du im <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau richtig! </p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Pratipaksa bhavanam</title>
		<link>https://www.yogasana.life/pratipaksa-bhavanam/</link>
					<comments>https://www.yogasana.life/pratipaksa-bhavanam/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 04:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Ayurveda]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Patanjali]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga Sutra]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.yogasana.life/?p=8285</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Sutra II.33 ist ein oft zitiertes Sutra. Pratipaksa bhavana bedeutet gegen den Strom zu schwimmen und den richtigen Weg zu wählen anstatt den leichten. Im Artikel erfährst du, wie du Pratipaksha bhavana auf emotionaler, gedanklicher und körperlicher Ebene anwenden kannst.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Gegen den Fluss schwimmen</strong></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Yoga Sutra II.33:</strong> <em>vitarka-bādhane pratipakṣa-bhāvanam</em></p>



<p></p>



<p>Zweifelhaften Angelegenheiten, die Yama und Niyama zuwiderlaufen, muss man mit der Kontemplation des Gegenteils begegnen.</p>



<p>Principles which run contrary to Yama and Niyama are to be countered with the knowledge of discrimination.</p>
<cite>Yoga Sutren des Patanjali II.33</cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Pratipakṣa bhāvana bedeutet gegen den Strom zu schwimmen. Patanjali bezieht sich hier auf alles, was den sozialen und persönlichen Grundsätzen der Yamas und Niyamas entgegen läuft.&nbsp;</p>



<p>Dieses Prinzip des <strong>gegen den Strom schwimmens</strong> ist einer der wichtigsten Disziplinen, die wir für unsere persönliche und spirituelle Weiterentwicklung brauchen. Pratipakṣa bhāvana zu entwickeln erfordert Zeit, Geduld und Tapas &#8211; das Feuer der inneren Disziplin.&nbsp;</p>



<p>Wir haben manchmal sowohl auf emotionaler, geistiger und auch auf körperlicher Ebene die Tendenz, Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass sie uns eigentlich nicht gut tun &#8211; und dann machen wir sie trotzdem. Im Ayurveda wird dies <strong>Prajnaparada</strong> genannt, was so viel wie <strong>Delikt gegen die Weisheit</strong> bedeutet. In den Worten der Yogasutren ist dies Pakṣa bhāvana &#8211; das mit dem Strom gehen. Wir wählen den einfacheren Weg, anstelle des richtigen.&nbsp;</p>



<p>Pratipakṣa und Pakṣa sind diese zwei Kräfte &#8211; entweder mit dem Strom mitzugehen (Pakṣa bhāvana) oder entgegen zu arbeiten (Pratipakṣa bhāvana).</p>



<p></p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Emotionale Ebene</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p>BKS Iyengar schreibt in seinem Kommentar der Yoga Sutren, dass dieses Prinzip manchmal so beschrieben wird, dass wir versuchen sollten, fröhlich zu sein, wenn wir wütend sind. Oder freundlich, wenn wir aggressiv sind. So platt funktioniert die innere Arbeit aber natürlich nicht. <strong>Wenn wir wütend sind, dann sind wir wütend. Punkt.</strong> Uns in so einem Moment einzureden, dass wir friedlich und freundlich sind, entspricht einfach nicht der Wahrheit und bringt uns kein Stück weiter. Es geht also absolut nicht darum, uns selbst zu <strong>verleugnen</strong>. &nbsp;</p>



<p>Es geht viel mehr darum, eine Ebene tiefer zu gehen, und zu schauen, woher diese Emotionen kommen. Sie zu fühlen, ihnen Raum zu geben, hinzusehen. <strong>In die Emotion reingehen, ist Pakṣa bhāvana</strong>. Ich glaube, wenn wir denken, dass wir auf dem spirituellen Weg bestimmte Dinge nicht fühlen oder sein dürfen und immer glücklich und freundlich sein müssen, dann haben wir etwas ordentlich missverstanden. Diese Emotionen sind menschlich und solange wir hier auf dieser Erde leben, werden wir all diese Emotionen fühlen, und das ist genau richtig so.&nbsp;</p>



<p>Die Kunst ist, wie wir mit ihnen umgehen. Sie anzusehen, ganz ehrlich zu fühlen und zu verstehen, welche Bedürfnisse dahinter stecken, erfordert sehr viel Selbstkenntnis und Kontrolle. Und wenn wir das lernen, dann können wir auch lernen, diese Emotionen viel schneller einfach wieder gehen zu lassen. Emotionen bedeutet wörtlich Energie in Bewegung (<strong>E-Motion, Energy in Motion</strong>). Ich glaube die Kunst liegt darin, die Welle der Emotion zu spüren, wahrzunehmen, was sie uns sagen möchte und dann nicht daran festzuhalten.</p>



<p>So können wir mit viel Zeit und Disziplin lernen, weniger lang und weniger intensiv in Emotionen zu verfallen, die uns nicht gut tun.&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/11/7-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-8287"/></figure>
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<p></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Gedankliche Ebene</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Auch auf gedanklicher Ebene können wir das Prinzip von Pratipakṣa bhāvana anwenden. <strong>Denn wie oft denken wir Gedanken, die uns nicht gut tun?!</strong> (“Das wird doch eh nichts.”, “ich kann das nicht”, “Ich hab keine Zeit” usw.)&nbsp;</p>



<p>Hör deinem inneren Dialog mal einen Tag lang ganz bewusst und aufmerksam zu und du wirst merken, dass oft Chaos, Durcheinander und Negativität vorherrscht.&nbsp;</p>



<p>Eine fantastische Methode, um Pratipakṣa-bhāvana auf gedanklicher Ebene anzuwenden, habe ich gerade im Buch <strong>“Gespräche mit Gott” von Neale Donald Walsch</strong> gelesen (Absoluter Buchtipp!). Das Buch ist buchstäblich ein Gespräch mit Gott. Der Autor sagt, dass er dieses Buch nicht selbst geschrieben hat, sondern es einfach durch ihn durch seinen Weg in diese Welt gesucht hat. </p>



<p>Dort geht es unter anderem darum, wie wir die eigenen Gedanken kontrollieren können. <strong>Das zur Ruhe bringen der Gedankenwellen des Geistes ist Yoga, schreibt Patanjali (Sutra I.2)</strong>. Es ist das Ziel unserer ganzen spirituellen Praxis, denn dann steht der vollen Erkenntnis des eigenen selbst nichts mehr entgegen. Um die Gedanken aus der Negativschleife rauszuholen und langsam in Pratipakṣa-bhāvana umzukehren, also gegenan zu gehen, schreibt der Autor in Gespräche mit Gott, dass wir eine ganz einfache Methode anwenden können: Wenn ein negativer Gedanken kommt, dann ist es als erstes unsere Aufgabe, diesen wahrzunehmen, zu catchen. Und dann sagen wir innerlich ganz bewusst<strong> “Stop!”</strong> zu uns selbst. Und dann: <strong>“Denk nochmal!”</strong>. Und dann wählen wir bewusst eine bessere Möglichkeit. </p>



<p></p>



<p><strong>Beispiel:</strong> Nehmen wir an, du bist gestresst, hast viel zu tun und denkst immer wieder <strong>“Ich schaff das nicht, ich hab keine Zeit.”</strong>. Dann catchst du diesen Gedanken &#8211; wirst dir erst einmal bewusst darüber, dass er da ist, und fragst dich dann, was der <strong>positive Umkehrschluss</strong> dieser negativen Spirale sein könnte. Im Beispiel könnte es so etwas sein wie <strong>“Ich kann alles schaffen. Ich hab alle Zeit der Welt. Alles ist gut.”</strong> Und dann fühlt sich alles plötzlich ganz anders an. <strong>Wir erschaffen mit unseren Gedanken maßgeblich unsere Realität.</strong> Auf emotionaler Ebene ist es meiner Meinung nach nicht richtig, einfach das Gegenteil fühlen zu wollen. Dort geht es darum, in die Emotionen reinzugehen, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Auf gedanklicher Ebene ist es aber anders. Denn unsere Gedanken liegen vor den Emotionen, ein Gedanke erschafft die Emotion, nicht anders herum. Und Gedanken können wir bewusst wählen und dadurch unsere ganze Realität verändern.&nbsp;</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Körperliche Ebene</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Das bewusste Innehalten, Wahrnehmen und neu Wählen, was ich eben bereits beschrieben habe, lernen wir durch die Asanapraxis. Durch die <strong>präzise Arbeit in den Asanas</strong> lernen wir, eine gewisse Distanz zu uns selbst herzustellen und lernen, unser Verhalten zu sehen und bewusst zu wählen.&nbsp;</p>



<p><strong>Auch in der Asana Praxis sind Pratipakṣa-bhāvana und Pakṣa-bhāvana spannende Kräfte, die in ständigem Wechselspiel sind. </strong>Der Körper ist von Tamas geprägt, der Qualität der Schwere, Schwerfälligkeit, Lethargie und Festigkeit. Das ist gut und richtig so, denn das gibt uns die nötige Stabilität und Struktur. Der Körper profitiert jedoch davon, wenn wir der Schwere durch Disziplin und Praxis entgegenwirken, wenn wir an uns arbeiten, in Bewegung kommen und unseren Körper kräftigen und mobilisieren. Das ist<strong> Pratipakṣa-bhāvana.</strong> Gleichzeitig gilt es in der Asanapraxis aber auch, mit gewissen Strömungen mitzugehen, mit dem Fluss der Atmung beispielsweise oder mit der Leichtigkeit, mit dem Schwung bei dynamischen Übungseinheiten. Das ist <strong>Pakṣa-bhāvana</strong>. Asana ist ein nie endendes Spiel dieser beiden Kräfte, die ineinander fließen und miteinander spielen &#8211; immer auf der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht.</p>


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<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
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<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p class="has-text-align-center">Wenn du gern tiefer in die Philosophie des Yoga einzutauchen möchtest, ist vielleicht der <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau richtig für dich!</p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
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		<title>Ahimsa</title>
		<link>https://www.yogasana.life/ahimsa/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 05:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[ahimsa]]></category>
		<category><![CDATA[Ayurveda]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Heilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Patanjali]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga Sutra]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.yogasana.life/?p=7404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ahimsa ist der erste Punkt des Ashtanga Yoga und somit die Basis des gesamten Yoga-Wegs. Lies weiter, um zu erfahren, was Ahimsa bedeutet und warum Ahimsa die wahre Natur des Menschen ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yogasana.life/ahimsa/">Ahimsa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yogasana.life">Yogasana</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>human nature</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ashtanga Yoga</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Ahimsa ist der erste Punkt der 5 Yamas und somit der allererste Schritt auf dem Weg des <strong>Ashtanga Yoga</strong>. <a href="https://www.yogasana.life/ashtanga-yoga/">Ashtanga Yoga</a> ist der Pfad, den Patanjali für uns in den Yoga Sutras darlegt. Er gibt uns mit der Lehre des Ashtanga Yoga einen Weg an die Hand, dem wir folgen können. Die Yoga Sutren sind wie eine Art<strong> Handbuch des Yoga </strong>und eine der wichtigsten Schriften über Yoga, die es gibt. Ashtanga Yoga bedeutet die 8 Teile oder 8 Aspekte des Yoga.&nbsp;</p>



<p>Ashtanga Yoga ist die praktische Anleitung um, die Zügel unseres Lebens wieder selbst in die Hand zu nehmen und die Kontrolle über unseren Geist und unser Leben zurückzuerlangen. Die acht Teile des Ashtanga Yoga sind:</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Ashtanga:</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Yama </strong>&#8211; soziale Grundsätze</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Niyama</strong> &#8211; persönlichen Grundsätze</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Asana</strong> &#8211; Haltung</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Pranayama</strong> &#8211; Kontrolle und Regulierung des Atems</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Pratyahara </strong>&#8211; Das Nach-Innen-Kehren der Sinnesorgane&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Dharana</strong> &#8211; Konzentration</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Dhyana </strong>&#8211; Meditation</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Samadhi </strong>&#8211; komplette Selbsterkenntnis&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<p class="has-text-align-center">Die <a href="https://www.yogasana.life/yamas-und-niyamas/">Yamas und Niyamas</a> bestehen jeweils aus <strong>5 Grundsätzen</strong>, die zusammen das Fundament einer jeden Yogapraxis bilden:</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Yamas:&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Ahimsa </strong>&#8211; Gewaltfreiheit&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Satya</strong> &#8211; Ehrlichkeit&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Asteya</strong> &#8211; Nicht-Stehlen&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Brahmacharya </strong>&#8211; Enthaltsamkeit</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Aparigraha</strong> &#8211; frei sein von Habgier</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Niyamas:</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Saucha</strong> &#8211; Reinheit&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Santosha </strong>&#8211; Zufriedenheit</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Tapas</strong> &#8211; Selbstdisziplin &nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Svadhyaya</strong> &#8211; Selbsterforschung</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Ishvara Pranidana</strong> &#8211; Hingabe an Gott&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/10/7-2-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-7405"/></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Ahimsa?</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p>Ich bin mir sicher, dass nichts in den Yoga Sutren zufällig ist und dass es seinen Grund hat, dass Ahimsa der allererste Punkt der insgesamt 16 Aspekten (5 Yamas, 5 Niyamas, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi) des Ashtanga Yoga ist.</p>



<p>Ahimsa ist Sanskrit und besteht wörtlich aus der Vorsilbe <em>a-</em> und dem Sanskrit Wor<em>t himsa</em>. <em>Himsa </em>bedeutet Gewalt oder Töten, die Vorsilbe <em>a</em>&#8211; gibt das Gegenteil an. <strong>Ahimsa ist also das Gegenteil von Gewal</strong>t: Gewaltfreiheit oder nicht zu töten.</p>



<p>Wie alle Aspekte des Yoga und Wörter auf Sanskrit, bietet auch Ahimsa sehr viel Interpretationsraum und wurde von verschiedenen Lehrern und Weisen auf unterschiedliche Art und Weise genutzt und beschrieben.</p>



<p>Eine meiner liebsten Beschreibungen von Ahimsa stammt aus der <strong>Mahabharata</strong>:&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ahimsa is the highest Dharma, Ahimsa is the highest self-control,</p>



<p>Ahimsa is the greatest gift, Ahimsa is the best practice,</p>



<p>Ahimsa is the highest sacrifice, Ahimsa is the finest strength,</p>



<p>Ahimsa is the greatest friend, Ahimsa is the greatest happiness,</p>



<p>Ahimsa is the highest truth, and Ahimsa is the greatest teaching.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Ahimsa ist das höchste Dharma, Ahimsa ist die höchste Selbstkontrolle,</p>



<p>Ahimsa ist das größte Geschenk, Ahimsa ist die beste Praxis,</p>



<p>Ahimsa ist die höchste Opfergabe, Ahimsa ist die feinste Stärke,&nbsp;</p>



<p>Ahimsa ist der beste Freund, Ahimsa ist das größte Glück,&nbsp;</p>



<p>Ahimsa ist die höchste Wahrheit und Ahimsa ist die größte Lehre.</p>
<cite> Mahabharata (Mahaprasthanika Parva 37-38)</cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ahimsa ist Liebe</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Ahimsa bedeutet wörtlich Gewaltfreiheit. Was bedeutet es frei von Gewalt zu sein, wenn wir Ahimsa von der <strong>positiven Seite </strong>aus betrachten, anstatt von der negativen „nicht-Gewalt“ Seite? <strong>Ahimsa bedeutet Liebe</strong>. Das Gegenteil von Gewalt ist<strong> Liebe, Freundlichkeit, Mitgefühl, Empathie.&nbsp;</strong></p>



<p>Ich glaube, dass Ahimsa &#8211; als erster Punkt des Ashtanga Yoga &#8211; nichts ist, was wir erlernen können. <strong>Ahimsa ist unsere wahre Natur.</strong> Ahimsa ist die<strong> Basis der Lebenskraft</strong>, die diesem Universum zugrunde liegt und ich glaube fest daran, dass jeder Mensch und jedes Wesen im Herzen Ahimsa <em>ist</em>.<strong> Wir sind Ahimsa.</strong> Unsere Aufgabe ist es, uns wieder daran zu<strong> erinnern</strong>. Die Menschheit lebt in einem seltsamen Zustand der kollektiven Amnesie, wir haben vergessen, wer wir sind und was wir hier machen. Für mich ist Ahimsa wie ein roter Faden, der uns den Weg zu unserer Essenz zeigt.</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Ahimsa in Asana</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p><strong>Was bedeutet Ahimsa für uns als Yoga Übende in unserer täglichen Praxis?&nbsp;</strong></p>



<p>Ahimsa in der Praxis aufrecht zu halten erfordert<strong> komplette Ehrlichkeit</strong> mit uns selbst und wie immer ist es unsere Aufgabe die richtige <strong>Balance </strong>zu finden. Eine Balance zu finden bedeutet immer, dass es zwei Seiten gibt. Was sind die zwei Seiten von Ahimsa in der Asanapraxis?</p>



<p>Ahimsa kann einerseits als sehr<strong> sanft, langsam, weich und passiv</strong> interpretiert werden. Wenn wir unsere Yogapraxis nach diesen Parametern aufbauen, wird unsere Praxis ebenfalls passiv, entspannend und sanft. Das kann &#8211; in bestimmten Momenten &#8211; genau das sein, was wir brauchen &#8211; jedoch ist es das nicht immer. <strong>Denn die Kehrseite ist, dass wir nicht genug tun.</strong> Wir erlauben dem Körper, in sein <a href="https://www.yogasana.life/gunas/">Tamas</a>, in seine Schwerfälligkeit und Trägheit zu kommen. Die Energie in uns stagniert, die Muskel bauen ab und werden steifer und der Körper verliert an Kraft und Vitalität &#8211; ein perfekter Nährgrund für Krankheiten. </p>



<p><strong>Dieses „zu-wenig-tun“ ist also auf lange Sicht eine Form von <em>himsa.</em> </strong>Wenn wir zu wenig arbeiten, den Körper faul und träge sein lassen, ist das eine Form von Gewalt gegen uns selbst! Der Körper braucht Bewegung, Aktivierung, Mobilisierung. <strong>Das Herz-Kreislaufsystem in Schwung bringen, schwitzen, hart arbeiten &#8211; der Körper braucht all das! </strong>Wenn wir ihm diese gesunde Form der Bewegung verweigern, indem wir in zu viel Passivität und Entspannung verfallen, dann verletzen wir uns letztendlich selbst.</p>



<p><strong>Die andere Seite ist natürlich, dass wir zu viel tun.</strong> Dass wir zu viel üben, dass wir über unsere Grenzen hinausgehen und uns keine Pausen gönnen. Wenn wir nicht wissen, wann Schluss ist und unsere Energiereserven komplett ausschöpfen, dann führt auch das zu Dysbalancen unserer Gesundheit.&nbsp;</p>



<p>Ahimsa im Yoga kann auch bedeuten, dass wir <strong>zu ehrgeizig</strong> sind und auf Teufel komm raus versuchen, komplizierte Asanas zu machen, wenn unser Körper einfach noch gar nicht dafür bereit ist. Wenn wir beginnen uns in der Klasse mit anderen zu <strong>vergleichen </strong>und innerlich unseren <strong>Körper dafür verurteilen</strong>, dass er nicht so beweglich, stark, gesund, dick, dünn, groß, klein oder was auch immer ist, wie der Körper von jemand anderem, dann ist das<em> himsa</em>.&nbsp;</p>



<p><strong>Ahimsa in Asana zu leben, bedeutet, jeden Tag aufs Neue zu schauen, was die aktuelle Situation ist und dementsprechend die Praxis anzupassen</strong>. Und dies erfordert, wie ich schon erwähnt habe, <strong>brutale Ehrlichkeit mit uns selbst</strong>. Denn sowohl der Körper als auch der Geist haben die Tendenz, uns ein bisschen auszutricksen und uns ihre Stories darüber zu erzählen, dass es gerade vielleicht besser ist, noch ein wenig länger zu schlafen, als Yoga zu machen.&nbsp;</p>



<p>Der Körper wird von Tamas regiert und ist von Natur aus träge und faul. Gleichzeitig ist der<a href="https://www.yogasana.life/gewohnheiten-verbessern/"> Geist</a> darauf gepolt, den Ist-Zustand zu bewahren und <strong>steht Neuem immer skeptisch gegenüber</strong>. Deshalb bedeutet Ahimsa in Asana meistens <strong>mehr </strong>zu tun, als uns in dem Moment lieb ist. <strong>Wie gesagt &#8211; nicht immer &#8211; aber meistens tun wir uns selbst einen Gefallen, wenn wir uns ein bisschen mehr pushen.</strong></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Ahimsa im Alltag</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Wenn wir Ahimsa als Liebe interpretieren, dann ist alles was dem entgegensteht, eine Form von <em>himsa </em>&#8211; Gewalt. <strong>Angst</strong> ist eine sehr starke Emotion, die ganz tief in uns verankert ist. <strong>Der Zweck von Angst ist, unser Überleben zu wahren</strong>. Wenn wir beispielsweise Angst davor haben, zu Fuß über die Autobahn zu laufen, dann ist das eine gute Angst, die uns beschützen will. <strong>Leider ist in unserer Gesellschaft das Level an Angst ziemlich aus dem Ruder gelaufen.</strong> Tagtäglich werden wir mit angsterfüllten Nachrichten bombardiert und werden unseren Mitmenschen und dem Leben gegenüber immer<strong> misstrauischer. </strong>Ahimsa hier wieder in unser Leben zu bringen, bedeutet,<strong> wieder zu vertrauen.</strong> <strong>Zu vertrauen, dass wir beschützt sind, dass das Leben für uns ist und dass wir in Sicherheit sind.</strong> Gewalt wird immer aus Angst heraus geboren. Vertrauen ins Leben und in uns selbst ist hier das wichtigste Gegenmittel.&nbsp;</p>



<p>Auch in meiner Ayurveda Ausbildung war Ahimsa das Herzstück der gesamten Lehre. Wir haben jeden Tag mit einem Gebet gestartet, dass wir uns von Ahimsa in unserer <strong>Gedanken, Worten und Taten</strong> leiten lassen. Ich beginne seit Jahren jeden Tag mit diesem Gebet. Es hilft mir, mich darauf zu besinnen, zu vertrauen, bewusst zu entscheiden und Freundlichkeit und Liebe an erste Stelle zu stellen.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ahimsa teaches us how to become human.“</p>
<cite>Maya Tiwari</cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ahimsa in der Ernährung</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Ahimsa in der Ernährung bedeutet ganz klar, keinem Lebewesen Leid zuzufügen. <strong>Eine vegetarische/vegane Ernährungweise ist dafür die Grundvoraussetzung.</strong> Das bedeutet aber absolut nicht, dass nur Vegetarier/Veganer Yoga machen dürfen.</p>



<p>Yoga ist für jeden Menschen da, unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, Kultur oder Herkunft. Bezogen auf die Ernährung kann selbstverständlich jeder Mensch mit Yoga starten &#8211; egal wie er oder sie sich ernährt.&nbsp;</p>



<p>Je mehr wir Yoga machen, und uns selbst weiterentwickeln, umso mehr findet jedoch ein<strong> Wandel</strong> in uns statt, der sich auf alle Ebenen unseres Lebens ausübt. Wenn wir auf dem Yogaweg Fortschritte machen und mit ganzem Herzen üben, kommen wir früher oder später an den Punkt, an dem wir unsere Essgewohnheiten hinterfragen.&nbsp;</p>



<p><strong>Für Anfänger*innen ist eine vegetarische Ernährung kein Muss. Für fortgeschrittene Yogi*nis ist es eine Selbstverständlichkeit.&nbsp;</strong></p>



<p>Das Spannende ist, dass dieser Wandel nichts ist, was <strong>von außen auferlegt</strong> wird. Durch unsere Praxis werden wir<strong> sensibler</strong> und beginnen <strong>unsere Gewohnheiten auf allen Ebenen zu hinterfragen</strong>. Irgendwann kommt ganz automatisch der Punkt, an dem wir es einfach nicht mehr über Herz bringen, zu unterstützen, dass ein anderes Lebewesen getötet wurde, um uns ein wenig Genuss zu verschaffen. Unsere<strong> Empathie,</strong> unser Ahimsa, gegenüber allen Wesen ist durch die Asanapraxis stärker geworden und resultiert automatisch in einem Wandel, der auf ganz natürliche Art stattfindet. Unsere<strong> Integrität </strong>erlaubt uns ab einem bestimmen Punkt nicht mehr, entgegen unserer<strong> inneren Weisheit</strong> zu handeln und ein Wandel in unserer Ernährungsweise ist das Resultat dieser Integrität.</p>



<p>Die Aspekte des Ashtanga Yoga werden oft als<strong> Blütenblätter einer Blüte</strong> beschrieben, und nicht als Leiter, um zu verdeutlichen, dass alle zusammen das Ganze bilden und wir nicht einen Aspekt nach dem anderen meistern müssen. Alle Aspekte kommen zusammen und bilden Yoga. Gleichzeitig unterstützen sich die Aspekte gegenseitig. <strong>Ahimsa hilft uns unsere Asanapraxis zu verbessern &#8211; gleichzeitig stärkt unsere Asanapraxis unsere Verbindung zu Ahimsa. </strong>Je mehr wir uns mit ganzem Herzen auf unsere Asanapraxis einlassen, umso stärker werden die Yamas und Niyamas in uns. In diesem Sinne kommen alle Aspekte immer mehr zusammen und unser Leben wird durch Yoga immer ganzheitlicher und wir erinnern uns mehr und mehr, dass Ahimsa unsere wahre Natur ist.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p class="has-text-align-center">Wenn du gern tiefer in die Philosophie des Yoga einzutauchen möchtest, ist vielleicht der <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau richtig für dich!</p>



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		<title>Katha Upanishad</title>
		<link>https://www.yogasana.life/katha-upanishad/</link>
					<comments>https://www.yogasana.life/katha-upanishad/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 05:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Naciketa]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Upanishad]]></category>
		<category><![CDATA[Yama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Katha Upanishad ist eine spannende Geschichte aus der vedischen Lehre, in der der Gott des Todes, Yama, das Geheimnis des Lebens mit seinem Schüler Naciketa teilt. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Ein Gespräch mit dem Tod</strong></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Heute möchte ich über ein besonderes Thema schreiben, denn heute am 2. November ist in Mexiko der <strong>Día de los Muertos</strong> &#8211; der Tag der Toten. Ich liebe diesen Tag und die Energie dieser Zeit und möchte dir heute ein wenig über die mexikanische Tradition erzählen und auch über eine spannende Geschichte aus der vedischen Lehre, in der der Gott des Todes, Yama, das Geheimnis des Lebens teilt.&nbsp;</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tag der Toten</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Es ist so spannend zu sehen, wie hier im Mexiko in dieser Zeit die Rückkehr der verstorbenen Seelen in unsere Dimension gefeiert wird. In jedem Haus werden Altare aufgebaut mit Fotos der verstorbenen, ihrem Lieblingsessen und Lieblingsgetränk, traditionelle Dekoration aus Papier, Kerzen und Blumen. All diese Elemente habe eine tiefere Bedeutung. Es sind zum Beispiel die orangen Studentenblumen &#8211; <strong>Cempasúchil</strong>, die die Brücke vom Reich der Toten in unsere Welt bilden. Die <strong>Alebrijes</strong> &#8211; bunte Figuren, die ein Mix aus Mystik und Tier sind, weisen den Seelen den Weg. Dabei bringt dieser Tag keinerlei negative Energie mit sich, ganz im Gegenteil. Es ist ein sehr<strong> positives, freudiges Fest,</strong> an dem die Liebe zu den Verstorbenen noch einmal aufblüht und gleichzeitig das Leben gefeiert wird.</p>



<p>Ich finde es faszinierend, dass es in den verschiedenen Kulturen während dieser Zeit ganz ähnliche Traditionen gibt: Halloween, der Tag der Toten nach der mexikanischen Mythologie, Allerseelen im Christentum und Yama Damstra in der vedischen Tradition fallen alle auf mehr oder weniger dieselben Daten.&nbsp;</p>



<p>Spannend ist übrigens auch, dass auch in indischen Tempeln die Studentenblumen als Opfergabe in den Tempeln verwendet werden. Ich habe schon mehrer dieser Verbindungen zwischen mexikanischen und indischen Traditionen bemerkt. Es gibt dort vielleicht eine Verbindung zwischen den alten Kulturen der beiden Welten, wer weiß. Deshalb ist dieser Artikel heute auch ein indisch-mexikansicher Mix. Lass uns jetzt vom Tag der Toten in Mexiko in die vedische Tradition aus Indien übergehen.</p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/11/20-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-7821"/></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<h2 class="wp-block-heading">Yama und Naciketa</h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p>Es gibt eine sehr schöne Geschichte über Yama &#8211; den Gott des Todes, die in der <strong>Katha Upanishad</strong> erzählt wird. Ich habe die Katha Upanishad zum ersten mal im Philosophie Unterricht in Rishikesh mit meinem Lehrer Siddharta Krishna studiert. Diese Geschichte aus der Katha Upanishad ist bis heute eine meiner liebsten Lehren über Yoga:</p>



<p>Der Vater von Naciketa wollte ein großes Opfer verrichten, indem er all seine Besitztümer weggab. Allerdings nutze Naciketas Vater diese Möglichkeit aus, und gab nicht nur die gesunden Tiere weg, sondern befreite sich auch von alten, kranken und sterbenden Kühen. Naciketa war ein sehr weiser Junge mit reinem Herz und wusste, dass sein Vater das Opfer auf diese Art nicht richtig verrichtete. Um seinen Vater vor schlechtem Karma zu schützen, bat Naciketa ihn, auch ihn wegzugeben. Er fragte seinen Vater „An wen wirst du mich geben?“ Und der Vater antwortete, wütend über das Verhalten von seinem Sohn: <strong>„Dich gebe ich an den Tod!“</strong></p>



<p>Und so ging Naciketa ins Reich von Yama, dem Gott des Todes. Yama war gerade nicht zu Hause, und so wartete Naciketa <strong>3 Tage und 3 Nächte</strong> auf Yama. Als Yama zurückkehrte, fand er Naciketa, der seit 3 Tagen nichts gegessen hatte. Es ist eine sehr schlechte Sitte, Gäste warten zu lassen und nicht mit Essen und Unterkunft zu versorgen. Weil Naciketa 3 Nächte auf Yama warten musste, sagte Yama zu ihm:<strong> „Du hast 3 Nächte auf mich gewartet, lass mich dir als Entschädigung 3 Wünsche erfüllen!“</strong></p>



<p>Naciketas erster Wunsch war, dass sein Vater nicht mehr wütend auf ihn sein sollte und ihn nach seiner Rückkehr freudig wieder in sein Haus aufnehmen sollte. Yama gewährte ihm diesen Wunsch.</p>



<p>Naciketas zweiter Wunsch war, das himmlische Feuerritual zu lernen. Yama unterrichtete ihn und zeigte ihm, wie das Feuerritual korrekt ausgeführt wird.&nbsp;</p>



<p>Als dritten Wunsch bat Naciketa Yama, ihm das<strong> Geheimnis des Todes</strong> zu verraten. Yama hielt es aber für keine gute Idee, diesen Wunsch zu erfüllen, und bat Naciketa irgendetwas anderes zu wünschen. Er bot Naciketa Reichtum, viele Kinder und Enkelkinder, Land, schöne Frauen und ein langes Leben an. Er bittete Naciketa, sich doch etwas anderes zu wünschen als das.&nbsp;</p>



<p>Naciketa antwortete, dass all diese Dinge vergänglich sind. Nur diejenigen, die unwissend sind, glauben, dass diese vergänglichen Dinge zu wahrhaftigem Glück führen werden. Die Weisen wissen jedoch, dass es das Loslösen von den vergänglichen Objekten ist, das wahrhaftig glücklich macht. Deshalb sagte Naciketa zu Yama, dass er an seinem Wunsch festhielt. <strong>Er wollte unbedingt wissen, wie ein Mensch Unsterblichkeit erlangen kann und so dem Griff von Yama entkommt.&nbsp;</strong></p>



<p>Yama entschied, dass Naciketa ein weiser Junge war, der es durch seine Reinheit und Weisheit verdient hatte, die <strong>Weisheiten der Seele</strong> zu erfahren. Er sagte zu Naciketa:</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Oh Nachiketas! Hört mir aufmerksam zu. Ich werde Euch den Weg sagen, auf dem man Unsterblichkeit erlangt. Den Menschen bindet sein Verlangen. Dieses Verlangen wird in den Sinnen geboren und bindet ihn an den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Er muss sein Verlangen zerstören und Geist und Sinne unter Kontrolle bringen. Dies ist der erste Schritt. Der Körper ist wie ein Kutsche, die Sinne sind die Pferde, das Gemüt entspricht den Zügeln und der Geist dem Kutscher. Die Pferde galoppieren nach den Sinnesobjekten und nehmen die Kutsche mit sich. Sie müssen auf den richtigen Pfad gelenkt werden. Der, der kein Unterscheidungsvermögen hat und dessen Geist stets unkontrolliert ist, dessen Sinne sind unkontrolliert wie durchgehende Pferde. Doch der, der versteht und dessen Geist stets unter Kontrolle ist, dessen Sinne sind unter Kontrolle wie gut dressierte Pferde. Er erreicht sein Ziel und erfährt keine Wiedergeburt mehr. Er erreicht das Ende seiner Reise, Vishnu Loka, den Planeten Vishnus.</p>



<p>Meditiert über das Eine, das Ewige, den Atman, das, was in der Höhle Eures Herzens wohnt. Fixiert Euren Geist auf das höchste Selbst. Wenn alles Verlangen der Sinne zerstört ist, wenn die drei Knoten des Unwissens zerschlagen sind, werdet Ihr Unsterblichkeit, auch Selbstverwirklichung oder Brahma Jnana genannt, erreichen. So könnt Ihr den Tod besiegen, Oh Nachiketas! Dies ist das Geheimnis des Todes.</p>



<p>Dieser Atman kann nicht von lustbetonten oder schwachen Menschen gefunden werden. Er kann nicht durch Diskurse, logische Argumentation oder das Studium irgendwelcher Texte gefunden werden. Das Selbst offenbart sich nur denen, die es auswählt. Die Wahl des Selbst wird durch die Reinheit und die Selbstlosigkeit des Lebens eines Aspiranten bestimmt.</p>



<p>Stehe auf! Erwache! Habt Ihr große Lehrer gefunden, lernt und realisiert den wundervollen Atman. Der Pfad zu ihm ist schmal wie eine Rasierklinge, schwer zu begehen und schwierig zu vollenden &#8211; so sagen die Weisen.&#8220;</p>
<cite><a href="https://wiki.yoga-vidya.de/Nachiketas">Aus der Zeitschrift „Divine Life“ geschrieben von Swami Sivananda</a></cite></blockquote>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/11/Blog-Banner-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-7830"/></figure>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>So weist Yama seinen Schüler in die Geheimnisse von Leben und Tod ein und teilt mit ihm die <strong>Lehre des Yoga.&nbsp;</strong></p>



<p>Das Bild der<strong> Kutsche</strong> wird im Yoga oft verwendet. Ich glaube es ist eins der passendsten Erklärungen, um zu verdeutlichen, was wir mit unserer Praxis tun: Wir lernen durch die Asanas, den Geist und die Sinne unter Kontrolle zu bringen. Anstatt uns von ihnen leiten zu lassen und blindlings und unkontrolliert durch unser Leben zu jagen, lernen wir, die Sinne zu disziplinieren, sodass wir <strong>bewusst entscheiden </strong>können, wohin unsere Kutsche fährt.</p>



<p>Die Upanishaden sind vedische Texte, die aus <strong>Gesprächen zwischen Lehrer und Schüler </strong>bestehen. Es wird durch diese Form eine Lehre über das Leben mit dem Leser geteilt. Die Upanishaden beantworten Fragen über das Leben, den Sinn des Leben, die eigene Essenz und den Weg des Yoga. Wenn dich die Geschichte von Naciketa inspiriert, findest du bestimmt auch in den anderen Upanishaden spannende Erkenntnisse, die nicht nur deine Yogapraxis, sondern auch alle anderen Aspekte deines Lebens bereichern können.</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> </mark></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p> </p>



<p class="has-text-align-center">Wenn du gern tiefer in die Philosophie des Yoga einzutauchen möchtest, ist vielleicht der <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau richtig für dich!</p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
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		<title>Mein Weg zur Lehrerin</title>
		<link>https://www.yogasana.life/mein-weg-zur-lehrerin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2022 04:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[TTC]]></category>
		<category><![CDATA[Yogaausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Yogalehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Yogaphilosophie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.yogasana.life/?p=6673</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dies ist ein ganz persönlicher Artikel, in dem ich dir erzähle, wie ich zum Yoga gefunden habe und über meine Zeit in Indien spreche. Lies weiter, um  einen Einblick in meine Welt zu bekommen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"></p>



<p> </p>



<p>Der Weg zur Iyengar Yoga Lehrerin war für mich eine <strong>spannende und lehrreiche Reise</strong>, von der ich dir heute erzählen möchte.&nbsp;</p>



<p>Ich bin seit 2020 von RIMYI zertifiziert und liebe es zu unterrichten und meine Schüler*innen für Iyengar Yoga zu inspirieren und sie dazu zu motivieren, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.</p>



<p>Meine ersten Berührungen mit Yoga hatte ich während meiner Reisen nach dem Bachelorstudium. Ich war in<strong> Mittelamerika</strong> unterwegs und habe mich rasend schnell verändert. All die spannenden Menschen, die ich getroffen habe, all die Gespräche, die ich geführt habe und all die neuen Eindrücke haben so viele Fragen in mir aufgeworfen. Vielleicht warst du auch schon mal länger auf Reisen und weißt wovon ich spreche.<strong> Es gibt kaum eine wertvollere Erfahrung, als allein durch die Welt zu ziehen.</strong></p>



<p>Irgendwie geriet ich in dieser Zeit immer wieder an Menschen, die von <strong>Meditation, Buddhismus, Chakren und Yoga </strong>sprachen. Alles in mir räsonierte mit den Geschichten, die sie mir erzählten und ich war so neugierig, mehr zu lernen.</p>



<p>Ich begann, mein nächstes Reiseziel immer nach dem gleichen Kriterium auszuwählen:<strong> Gibt es eine Yogaschule?</strong> Ich machte alle möglichen Workshops und Kurse mit und lernte das erste Mal <strong>die Kraft der spirituellen Weiterentwicklung</strong> kennen.&nbsp;</p>



<p>Ich hatte ganz ehrlich die meiste Zeit überhaupt <strong>keine Ahnung</strong>, was überhaupt gerade mit mir passierte, aber ich wusste, dass es mir unglaublich gut tat in diese neue Welt einzutauchen. Und das war es wirklich: <strong>eine neue Welt.</strong> Ich konnte gar nicht verstehen, dass ich die ersten 22 Jahre meines Lebens überhaupt gar nichts über die östlichen Weisheiten gewusst hatte. <strong>Wieso wird das denn nicht in der Schule unterrichtet?!</strong></p>



<p>In mir wurde auf dieser Reise in Mittelamerika etwas aufgeweckt, dass ich nicht mehr ignorieren konnte. Ich hatte so <strong>viele Fragen</strong> und spürte, wie schnell ich mich veränderte. Ich ließ meinen Platz für ein Masterstudium an der Uni Bremen in Meeresbiologie sausen und flog mit meinem jetzigen Mann nach Indien. <strong>Zu Hause war das Drama groß.</strong> Auch wenn für meine Familie alle Alarmglocken angingen, als ich verkündete, dass ich anstatt zurück in die Uni zu gehen, mit meinem neuen Freund (&#8222;und wer ist überhaupt dieser mexikanische Hippie?!&#8220; ) nach Indien fliegen wollte, fiel mir die Entscheidung trotzdem leicht. <strong>Der Ruf in meinem Inneren</strong> war einfach so laut, dass ich gar nicht anders konnte.&nbsp;</p>



<p>In Indien machten wir ein<strong> 200h Yoga Teacher Training</strong>. Du hast dieses Format bestimmt auch schon mal gesehen, oder vielleicht selbst schon an einem teilgenommen. Diese TTC&#8217;s sind kurze, intensive Programme, in denen du in Windeseile zu einem Yoga Lehrer gemacht wirst. &#8222;<strong>From zero to hero&#8220;</strong> war der Slogan meiner Schule. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Auch wenn ich es jetzt besser weiß und kein Fan davon bin, dass die Yoga Lehrer Titel durch solche Programme im Grunde einfach verkauft werden, war dieser Monat fantastisch. Ich hab mich wie in Hogwarts gefühlt.</p>



<p>Ich hatte fantastische Lehrer, die wirklich mit Herz unterrichtet haben. Die Philosophiestunden inspirierten mich besonders. Ich konnte kaum glauben, dass es Schriften darüber gibt, wie der Mensch funktioniert, die die Psyche und den Geist genau analysieren &#8211; und das seit tausenden von Jahren (und niemand unterrichtet das in der Schule!).</p>



<p>Mein liebster Lehrer war <strong>Ravi, der Hatha Yoga Lehrer.</strong> Er ist mit erhobener Brust, wie ein Pfau durchs Leben gegangen, hat so gut wie nie gelächelt und seine ersten Worte waren: <strong>&#8222;Shoes and ego outside. You will not be Yoga teachers after this month.&#8220;</strong> Wir schauten uns alle etwas verwirrt um und los ging die Stunde. Er zeigte uns schnell, dass niemand in einem Monat Yoga lernen kann. Die Hälfte der Gruppe liebte Ravi, die andere nicht. Ich wusste damals noch nicht, dass er Schüler von meiner jetzigen Iyengar Yoga Lehrerin Usha Devi war.&nbsp;</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/10/26-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-6674"/><figcaption class="wp-element-caption">Rishikesh</figcaption></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p></p>



<p>Nach dem TTC blieben wir noch länger in Rishikesh, dem &#8222;<strong>Yoga Capital of the World&#8220;</strong>. Wir fragten rum, wo sich denn die besten Lehrer in diesem Yoga Mekka versteckten und hörten immer wieder einen Namen: Usha Devi.</p>



<p>Ich werde meine erste Iyengar Yoga Klasse mit Ushas Assistentin Ekta wohl nie vergessen: <strong>Ich hab gedacht ich bin im falschen Film!</strong> Ich dachte, dass ich nach meinem Monat TTC Bescheid wusste über Yoga und hatte eigentlich das Gefühl, schon ganz gut ausgebildet zu sein. Nicht so nach diesem ersten Kontakt mit Iyengar Yoga. Plötzlich tat sich nochmal eine ganz neue Welt auf. Und ich spürte sofort, wie sehr diese Methode<strong> in die Tiefe</strong> geht und wie viel Usha und Ekta wussten. Ich fühlte mich sicher bei ihnen und war gleichzeitig überfordert und überwältigt mit allem, was ich in ein paar Klassen mit ihnen lernte.</p>



<p>Eins war mir und meinem Mann aber klar: Wir wollten von diesen beiden Frauen lernen. <strong>Wir blieben. Wir blieben in Rishikesh und wir blieben im Iyengar Yoga. </strong>Für die nächsten 6 Jahre lag unser Fokus darauf, so viel wie möglich in Indien zu sein und Iyengar Yoga zu lernen. Jedes Jahr verbrachten wir zwischen 5 und 9 Monaten in Rishikesh, nahmen täglich Klassen, übten jeden Morgen stundenlang allein, nahmen regelmäßig Philosophie Unterricht und studierten in jeder freien Minute. Es war eine fantastische Zeit!</p>



<p></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p>Als ich mich damals zum TTC anmeldete, wollte ich lernen, nicht Lehrerin werden. Ich stimme Ravi absolut zu, dass niemand in einem Monat Yoga Lehrer*in werden kann. Außerdem war ich absolute Anfängerin und hatte überhaupt nicht das Selbstbewusstsein, zu unterrichten.&nbsp;</p>



<p>Diese Gedanken wurden auch von meiner Lehrerin Usha bestätigt. <strong>Sie hat uns immer davor gewarnt, zu lernen, um zu unterrichten.</strong> In den vielen Jahren bei ihr lag mein Fokus immer auf mir. Es ging um mich, meine Weiterentwicklung und meine Praxis. Ich habe überhaupt nicht daran gedacht, Lehrerin zu werden. Yoga beginnt immer mit uns selbst und ich habe besonders in den ersten Jahren in Rishikesh meinen Fokus komplett nach innen gerichtet. Anstatt mit Freunden Chai zu trinken und im Fluss zu schwimmen, waren mein Mann und ich zu Hause und haben gelernt, studiert und geübt: <strong>Ich habe den Fokus dieser Zeit und die Sensibilität, die daraus resultierte, wirklich genossen</strong> und schaue sehr gern auf diese Monate zurück.&nbsp;</p>



<p>Gleichzeitig inspirierten mich natürlich meine Freunde, die bereits ausgebildete Iyengar Yoga Lehrer waren, so viel Wissen hatten und ihre Geschichten über das Leben als Yoga Lehrer mit mir teilten. Ich begann mit dem Gedanken zu spielen, die <strong>Lehrerausbildung</strong> zu machen.&nbsp;</p>



<p>Ich wusste, dass es eine sehr wichtige und große Entscheidung ist. Es war mir wichtig, wirklich zu 100% committed zu sein und mich und mein Leben wirklich diesem Weg widmen zu wollen. Das TTC damals zu machen, war wie einen<strong> Urlaub</strong> zu buchen &#8211; mich für die Iyengar Yoga Ausbildung zu entscheiden, fühlte sich mehr wie eine <strong>Heirat</strong> an. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />&nbsp;</p>



<p>2018 verbrachten wir zusammen mit Usha zwei Monate am<strong> RIMYI</strong> in Pune, dem Ramamami Iyengar Memorial Yoga Institute &#8211; der Schule von BKS Iyengar und seiner Familie &#8211;<strong> die globale Zentrale des Iyengar Yoga</strong>. Die Monate waren fast noch intensiver als in Rishikesh. In Rishikesh hatten wir täglich Selfpractice am Morgen, eine Klasse am Abend und 2 Mal die Woche Philosophie. In Pune gab es den ganzen Tag Klassen und wir durften eine pro Tag nehmen und bei so vielen wie wir wollten zuschauen.</p>



<p>Wir waren fast den ganzen Tag im Institut, teilweise von 5:45 Uhr am Morgen, wenn die erste Klasse begann. Es war eine so spannende Zeit und so <strong>inspirierend,</strong> zusammen mit den Lehrern und Lehrerinnen, von denen ich so viel gehört hatte, deren Bücher ich gelesen hatte und die so wichtige Persönlichkeiten in unserer Iyengar Yoga Welt sind, zu üben. Ich weiß noch, wie schüchtern wir waren, weil es das erste Mal am Institut war und ich so viel Respekt vor meinen Lehrern hatte.&nbsp;</p>



<p>Am Ende dieser spannenden Zeit, als wir uns von Usha verabschiedeten, sagte sie zu mir und meinem Mann, dass es Zeit für uns ist, zu unterrichten. Diese Worte zu hören, war unglaublich wertvoll für uns.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/10/23-1-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-6675"/><figcaption class="wp-element-caption">Mit Freunden im RIMYI</figcaption></figure>



<p>Die Ausbildung absolvierten wir in<strong> Mexiko City</strong> und sie dauert in der Regel zwischen 2 und 3 Jahren und ist sehr umfangreich.&nbsp;</p>



<p>Regelmäßige Klassen und Workshops, um die eigene Praxis zu vertiefen, waren nur ein kleiner Teil. Der große Teil war die <strong>Methodik des Unterrichtens.</strong> Mit der Iyengar Yoga typischen <strong>Präzision und Genauigkeit</strong> lernten wir, in welcher Reihenfolge die Asanas unterrichtet werden, wie die Technik weitergegeben werden soll, was gesagt werden soll, was nicht, welche Worte man wählt, wo man steht, worauf man schaut, wie man mit häufigen Beschwerden in Rücken, Knien und Nacken umgeht, was in der Menstruation gemacht werden darf und was nicht und wie wir schwangere Frauen sicher begleiten. Ein anderer großer Teil waren die <strong>Yoga Sutren, </strong>die <strong>Lehrwerke</strong> von BKS und Geeta Iyengar und natürlich auch die<strong> Anatomie </strong>des Menschen.</p>



<p>Die <strong>Prüfung </strong>war eine der nervenaufreibendsten Momente in meinem Leben! Wir wurden von 3 Prüferinnen mit Adleraugen beobachtet, eine davon kam extra aus den USA eingeflogen. Ich war so aufgeregt und weiß noch, wie im Pranayama Teil meine Augenlider flackerten und ich es einfach nicht geschafft habe, sie zu beruhigen. Die Prüfung ging 2 Tage und wir mussten unsere Pranayama und Asana Praxis präsentieren, eine Klasse nach sehr strengen Parametern geben und eine schriftliche Prüfung ablegen.</p>



<p>In meiner Gruppe haben an diesem Wochenende alle bestanden.</p>



<p>Die Ausbildung war eine lehrreiche und spannende Zeit und ich schaue gern auf diese Zeit in Mexiko City zurück.</p>



<p><strong> In Indien habe ich gelernt, zu üben und in der Ausbildung habe ich gelernt, zu teilen. </strong></p>



<p>Beides gehört zusammen. Es ist unmöglich zu unterrichten, ohne genau zu wissen, wie sich die Asanas im eigenen Körper anfühlen. In meiner Praxis lerne ich jeden Tag wieder, welche Effekte die Aktionen und Bewegungen auf die unterschiedlichen Körperteile haben und wie sich die Asanas anfühlen, wenn der Körper richtig ausgerichtet ist. Meine intensive eigene Praxis erlaubt es mir, mich in die Körper meiner Schüler*innen hineinzuversetzen und <strong>zu spüren, was sie spüren</strong>.&nbsp;</p>



<p></p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/10/24-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-6676"/></figure>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>Ich habe meine Weg heute mit dir geteilt, weil ich glaube, dass du viel daraus für dich mitnehmen kannst. <strong>Wenn du gern Lehrer*in werden möchtest, dann sei zuerst Schüler*in. Und sei vor allem für immer Schüler*in.</strong> Yoga ist nicht irgendwann fertig. Yoga ist ein Lebensweg und unsere Verantwortung als Lehrer*innen ist es, immer aus der Erfahrung heraus zu unterrichten und das weiterzugeben, was wir selbst am eigenen Körper experimentiert und verstanden haben. Es geht darum, mit Mitgefühl und Herz das zu teilen, was uns selbst so sehr hilft zu wachsen.</p>



<p>Der erste Punkt in dem umfangreichen Buch „Basic Guidelines for Teachers of Yoga“ von Geeta und BKS Iyengar ist : <strong>Teach from the heart not from the brain alone.</strong></p>



<p class="has-text-align-left"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Teach from the heart not from the brain alone&#8220;.</p>
<cite>Geeta und BKS Iyengar in &#8222;Basic Guidelines for Teachers of Yoga&#8220;</cite></blockquote>



<p class="has-text-align-left"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-text-align-center">Wenn du Interesse daran hast, Lehrer*in zu werden, dann empfehle ich dir, dich selbst als erstes dazu zu verpflichten, Schüler*in zu sein. Such dir eine Lehrerin/einen Lehrer, der/dem du vertraust und fokussiere dich auf dich und deine Praxis. Je mehr du übst, umso natürlicher wird es, zu teilen. Als erstes &#8211; und für immer &#8211; Schüler*in zu sein wird dich zu einem guten Lehrer/einer guten Lehrerin machen!</p>



<p class="has-text-align-center"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>PS: Wenn du Lust hast, mit mir zusammen zu üben, dann sei<strong> bei meinen online Iyengar Yoga Klassen </strong>dabei.<a href="https://www.yogasana.life/gruppenklassen/"> Hier</a> bekommst du mehr Infos. </p>



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		<title>Abhyasa &#038; Vairagya</title>
		<link>https://www.yogasana.life/abhyasa-vairagya/</link>
					<comments>https://www.yogasana.life/abhyasa-vairagya/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2022 02:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Patanjali]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[yoga sutras]]></category>
		<category><![CDATA[Yogaphilosophie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.yogasana.life/?p=6363</guid>

					<description><![CDATA[<p>Abhyasa und Vairagya sind wie die zwei Flügel eines Vogels. Kein Vogel kann mit nur einem Flügel fliegen, und genauso kann unsere Yogapraxis nur an Aufschwung gewinnen, wenn wir sowohl Abhyasa als auch Vairagya in unser Leben integrieren. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"></p>



<p>BKS Iyengar beschreibt diese beiden Aspekte des Yoga als die zwei Flügel eines Vogels. Kein Vogel kann mit nur einem Flügel fliegen, und genauso kann unsere Praxis nur an Aufschwung gewinnen, wenn wir sowohl Abhyasa als auch Vairagya in unser Leben integrieren.&nbsp;</p>



<p>Was bedeuten diese zwei?<strong> Abhyasa ist Praxis</strong>. Es ist die aktive Praxis, das kontinuierliche Üben. Also unsere Asanapraxis, Pranayama oder bestimmte tägliche Routinen &#8211; all das ist Abhyasa. Der aktive Teil sozusagen.&nbsp;</p>



<p>Vielleicht fragst du dich jetzt schon, was denn dann Vairagya ist, wenn Abhyasa schon unsere gesamte Praxis umfasst.&nbsp;</p>



<p>Vairagya ist das <strong>bewusste Entsagen</strong>. Renunciation auf Englisch. Es ist ein ganz spannender Punkt. Denn in Abhyasa lernen wir aktiv Dinge dazu, ganz bildlich gesprochen, kannst du dir das so vorstellen, dass du durch deine Yogapraktiken deinen Container des Wissens auffüllst. In Abhyasa lernen wir Dinge und fügen neues Wissen, Weisheiten, Einsichten und Erkenntnisse zu unserem Wissenspool hinzu.&nbsp;</p>



<p>In Vairagya passiert das Gegenteil: Vairagya ist wie<strong> ent-lernen. </strong>Vairagya bedeutet entsagen, verzichten. Wie können wir das anwenden? Es geht bei Vairagya darum, all das, was uns im Weg steht, loszulassen. Im Laufe unseres Leben lernen wir Dinge und häufen Wissen, Ideen, Glaubenssätze und Vorstellungen über uns selbst, das Leben und unsere Mitmenschen an. Viele von diesen Dingen haben wir von anderen übernommen, in der Kindheit zum Beispiel von unseren Eltern und später von Freunden, Lehrern, Vorbildern oder einfach von Leuten, die wir vielleicht gar nicht richtig gekannt haben.&nbsp;</p>



<p>Die Sache ist, dass sehr sehr viel von all diesen Dingen, die wir im Laufe der Zeit gelernt haben und die ihren Teil dazu beitragen, wie wir unsere Realität sehen, nicht unbedingt richtig oder für unsere spirituelle Weiterentwicklung nützlich sind. Bestimmte Dinge und Glaubenssätze stehen uns vielleicht sogar komplett im Weg. <strong>Während wir mit Abhyasa also sozusagen das positive Wissensfass auffüllen, entleeren wir mit Vairagya das Wissensfass, das uns nicht mehr dient. </strong>Bei Vairagya geht es ums loslassen, ums ent-lernen.</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/10/7-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-6364"/></figure>
</div>


<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ein Vogel kann mit nur einem Flügel nicht fliegen. Er braucht deren zwei. Um das höchste spirituelle Ziel des Yoga zu erreichen, brauchen wir auch beide Schwingen des Yoga, Abhyasa und Vairagya.“</p>
<cite>BKS IYENGAR</cite></blockquote>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p></p>



<p>Während Abhyasa mehr aktiven Einsatz von uns verlangt, ist Vairagya der stillere Teil der beiden. Loszulassen kommt von innen heraus und erfordert unsere geistige Bereitschaft und vor allem Eigenverantwortung. Deshalb glaube ich, dass Vairagya vielleicht sogar der schwierigere Teil der beiden ist. Loszulassen und uns selbst einzugestehen, dass wir vielleicht nicht immer Recht hatten und vielleicht auch lange an den falschen Ideen, Gewohnheiten und Glaubenssätzen festgehalten haben, erfordert Mut und innere Stärke. Das Ego findet es nämlich für gewöhnlich überhaupt nicht gut, sich seine Irrtümer einzugestehen.</p>



<p>Es geht bei Vairagya aber eigentlich gar nicht darum, was wir falsch gelernt oder falsch gemacht haben. Es geht darum, all das loszulassen. Die Dinge gut sein zu lassen, sie hinter uns zu lassen und Raum zu schaffen, sodass unser inneres Gefäß mit den neuen Ideen und Gewohnheiten von Abhyasa aufgefüllt werden kann.</p>



<p></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center">Was sind deine Gedanken zu diesen zwei Flügeln des Yoga? Ich würde mich freuen, von dir zu hören!</p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>PS: Wenn du tief in die Welt des Yoga eintauchen möchtest und die Magie der Asanas erfahren möchtest, dann ist vielleicht der <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau das richtige für dich!</p>



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		<title>Antarayas</title>
		<link>https://www.yogasana.life/antarayas/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2022 04:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Iyengar Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Patanjali]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Yogaphilosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Patanjali gilt als Vater des Yoga und gibt uns in den Yoga Sutren eine detaillierte Anleitung über den Weg des Yoga. Hier erklärt er uns unter anderem die neun Hindernisse auf dem Yogaweg - die Antarayas.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><strong>Die neun Hindernisse im Yoga</strong></p>



<p>Die <strong>Yoga Sutren von Patanjali </strong>sind eine der wichtigsten Schriften über Yoga. Sie wurden vor etwa 2500 Jahren von dem Weisen Patanjali in 196 Aphorismen aufgeschrieben und somit für die folgenden Generationen zugänglich gemacht.&nbsp;</p>



<p>Patanjali hat die Lehre, die er in den Sutren beschreibt, nicht erfunden, denn Yoga ist so alt wie die Menschheit selbst. Er hat vielmehr die Traditionen und Lehren der Yogis der Vergangenheit in einer Art Handbuch für uns zusammengefasst.&nbsp;</p>



<p>In den Sutren erklärt Patanjali im Detail den Weg hin zu<strong> Samadhi &#8211; dem Ziel des Yoga</strong> &#8211; die komplette Selbsterkenntnis. Ob für uns &#8211; moderne Yogis und Yoginis &#8211; Samadhi das Ziel unserer Yogapraxis ist oder nicht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Der Weg des Yoga ist lang und streckt sich über viele viele Leben hin. Je nachdem wo wir gerade stehen, können wir natürlich ganz unterschiedliche Ziele mit Yoga verfolgen. Für viele ist es Stressbewältigung, mehr Gesundheit, ein stärkerer Körper oder mentale Stabilität. All dies sind positive Aspekte, die eine regelmäßige Yogapraxis in uns entwickeln oder hervorrufen kann.</p>



<p><strong>Dieser Weg ist natürlich nicht immer leicht oder geradlinig, es gibt viele Hindernisse, denen wir als Yogaschüler*innen auf dem Weg begegnen werden.</strong></p>



<p>Denn unabhängig davon, was unser Ziel ist, ist der Weg immer derselbe. Es gibt keine andere Möglichkeit, als zu üben und zu üben. Immer wieder,<strong> mit Disziplin, Achtsamkeit und vor allem regelmäßig und dauerhaft</strong>. Und gleichzeitig mit Freude an der Sache, denn sonst vergessen wir schnell, wozu das Ganze.&nbsp;</p>



<p>Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass Disziplin der entscheidende Punkt ist, der Yoga wirklich zum zentralen Drehpunkt meines Lebens gemacht hat. Diese Disziplin habe ich entwickeln können, indem ich geübt habe. Das bedeutet &#8211; gerade am Anfang ist es nicht leicht, dran zu bleiben. Denn wir brauchen Disziplin, um weiterzumachen &#8211; <strong>die Disziplin entwickelt sich aber erst parallel zu unserer Bemühung.</strong></p>



<p>Und parallel zu unseren Bemühungen steigen auch die Früchte, die wir ernten können. Je mehr wir üben, umso mehr werden wir uns positiv verändern und weiterentwickeln können.&nbsp;</p>



<p> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2022/06/35-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-4374"/></figure>
</div>


<p> <span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color"> v</span></p>



<p>Um wirklich regelmäßig und intensiv zu üben und mehr und mehr von all den positiven Aspekten des Yoga profitieren zu können, brauchen wir also <strong>eine Menge Disziplin und Willensstärke</strong>. Die Frage ist, was können wir tun, wenn diese zwei manchmal da sind, und manchmal eben nicht?</p>



<p>Eine sehr gute Möglichkeit, die wir an dieser Stelle haben, ist uns selbst zu fragen, warum es uns schwer fällt. <strong>Was ist das Hindernis, das uns gerade davon abhält, zu üben? </strong>Um diese Frage besser beantworten zu können, hat Patanjali uns in den Yogasutren einen wunderbaren Wegweiser gegeben. Er hat im <strong>Sutra I.30</strong> die Hindernisse auf dem Weg des Yoga aufgelistet, die 9 Antarayas:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>व्याधिस्त्यानसंशयप्रमादालस्यविरतिभ्रान्तिदर्शनालब्धभूमिकत्वानवस्थितत्वानि चित्तविक्षेपस्ते ऽन्तरायाः || 1.30 ||</strong></p>



<p><strong>vyādhi-styāna-saṃśaya-pramādālasyāvirati-bhrānti-darśanālabdha-bhuumikatvānavasthitatvāni citta-vikṣepās te &#8217;ntarāyāḥ || 1.30 ||</strong></p>



<p>Die <strong>Hindernisse (<em>Antaraya</em>)</strong>, welche den Geist (Chitta) zerstreuen und ihn dadurch vom Yogaweg abbringen können, sind Krankheit (Vyadhi), Apathie (Styana), Zweifel (Samshaya), Nachlässigkeit (Pramada), Faulheit (Alasya), Gier (Avirati), falsche Anschauung (Bhrantidarshana), Unfähigkeit, das Erreichte beizubehalten (Alabdhabhumikatva) und Unbeständigkeit (Anavasthitatva).</p>
</blockquote>



<p class="has-medium-font-size"><strong>1) Vyadhi &#8211; Krankheit</strong></p>



<p>Selbstverständlich ist ein gesunder Körper und Geist die absolute Grundlage für eine regelmäßige Yogapraxis.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<p class="has-text-align-left has-medium-font-size"><strong>2)Styana &#8211; Mangel an Interesse und Enthusiasmus, Apathie, Stumpfsinn</strong></p>



<p>Styana ist ein Zustand der Apathie, ein Mangel an Interesse und eine geistige Abwesenheit und Stumpfheit.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>3) Samshaya &#8211; Zweifel, Unentschlossenheit</strong></p>



<p>Manchmal können es auch Zweifel sein, die uns vom Weg abbringen. Zweifel daran, ob Yoga überhaupt funktioniert oder Zweifel am Leben oder an uns selbst und unseren Fähigkeiten.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>4) Pramada &#8211; Nachlässigkeit, Unaufmerksamkeit oder Arroganz</strong></p>



<p>Ohne volle Aufmerksamkeit begehen wir Fehler bei der Praxis oder lassen wichtige Dinge aus. Auch eine gewisse Arroganz, ein Gefühl, sowieso schon alles zu wissen oder zu können, sorgt dafür, dass wir in unserer Praxis nicht weiter kommen. Eine der wichtigsten Dinge, wenn wir etwas lernen, ist einen offenen Geist zu bewahren.</p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>5) Alasya &#8211; Faulheit</strong></p>



<p>Alasya bedeutet der Trägheit &#8211; <a href="https://www.yogasana.life/gunas/">Tamas</a> &#8211; nachzugeben und lieber auszuruhen, als an uns zu arbeiten. </p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>6) Avirati &#8211; Gier, Anhaftung, Befriedigung der Sinne</strong></p>



<p>Avirati bedeutet, dass wir nicht in der Lage sind, unsere Sinne zu kontrollieren und deren Befriedigung der spirituellen Praxis vorziehen.</p>



<p><strong><span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</span></strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>7) Bhrantidarshana &#8211; Illusion, fehlerhafte Ansicht, Verblendung oder Fanatismus</strong></p>



<p>Bhrantidarshana bedeutet, dass wir falschen Aussagen Glauben schenken und dadurch von unserem Weg abgelenkt werden. Wir lassen uns von den Aussagen anderer in die Irre führen und verlieren den Fokus.</p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>8) Alabdhabhumikatva &#8211; Nichterreichen einer Stufe, Unfähigkeit das Erreichte beizubehalten</strong></p>



<p>Alabdhabhumikatva ist sehr spannend. Es bedeutet, dass wir nicht in der Lage sind, das bereits erreichte beizubehalten. Wenn wir zum Beispiel im letzten Jahr erfolgreich eine regelmäßige Praxis aufrecht erhalten haben, aber es dann haben schleifen lassen, konnten wir das bereits erreichte nicht aufrecht erhalten und somit nicht die nächste Stufe unserer Praxis erreichen.</p>



<p><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>9) Anavasthitatva &#8211; Unbeständigkeit, Unstetigkeit</strong></p>



<p>Anavasthitatva bedeutet dass wir ein bestimmtes Level an Fortschritt erreichen, aber es uns nicht gelingt, dies beizubehalten, da wir uns zu schnell und zu leicht ablenken lassen und immer wieder die Willensstärke und Disziplin verlieren.</p>



<p><strong><span style="color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</span></strong></p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-medium"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-300x300.png" alt="" class="wp-image-739" srcset="https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt.png 300w, https://www.yogasana.life/wp-content/uploads/2020/12/Element_Blattt-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center">Was können wir also tun? In all den Hindernissen liegt gleichzeitig eine <strong>Erkenntnis</strong> über unser eigenes Verhalten und die Möglichkeit dieses Verhalten zu verändern, indem wir uns darüber bewusst werden. <strong>Das Bewusstwerden ist immer der erste Schritt </strong>und hilft uns, uns selbst zu reflektieren und uns dann weiterzuentwickeln.</p>



<p class="has-text-align-center">Ich hoffe dir hat dieser Artikel gefallen und dass er dir helfen wird, deine Praxis und Disziplin beim Yoga und im Alltag immer mehr aufrecht zu erhalten und dich selbst besser zu verstehen, wenn es mal nicht ganz so klappt, wie geplant.</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Alles Liebe</strong></p>



<p></p>



<h2 class="has-text-align-center wp-block-heading">Deine <strong>Laura</strong></h2>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#f8f1e7" class="has-inline-color">v</mark></p>



<p>PS: Wenn du tief in die Welt des Yoga eintauchen möchtest und die Magie der Asanas erfahren möchtest, dann ist vielleicht der <a href="https://www.yogasana.life/iyengar-yoga-online-kurs/">Iyengar Yoga Onlinekurs</a> genau das richtige für dich!</p>



<p> </p>



<p></p>



<p></p>



<p> </p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yogasana.life/antarayas/">Antarayas</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yogasana.life">Yogasana</a>.</p>
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