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Motivation

fürs neue Jahr

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Setzt du dir auch gern gute Vorsätze fürs neue Jahr? Ich glaube, dass diese Tradition ganz fantastisch ist und es ganz natürlich für uns Menschen ist, das Jahr positiv und besser zu starten, aus dem vergangenen Jahr zu lernen und optimistisch nach vorne zu schauen. 

Was allerdings oft passiert, ist dass wir uns alle möglichen guten Vorsätze zurecht legen und dann kommt die erste Januar Woche – wir starten ganz motiviert, können diese Motivation vielleicht noch für ein paar Tage aufrecht erhalten und dann werden wir plötzlich abgelenkt, lassen doch mal was dazwischen kommen und bevor wir es überhaupt selbst merken, sind wir wieder in alte Gewohnheiten verfallen. 

Das ist ganz normal. Denn unser Gehirn funktioniert einfach so. In meinem Artikel über Gewohnheiten erkläre ich dir ganz ausführlich, warum das Gehirn einfach gern an alten Dingen und Mustern festhält und warum es immer versucht Anstrengung zu vermeiden. In aller Kürze: Das liegt daran, dass unser Gehirn darauf ausgelegt ist, unser Überleben zu sichern. Wenn wir in unseren alten Mustern bisher überlebt haben, dann denkt sich das Gehirn: Super – genauso machen wir weiter, hier sind wir sicher. Alles was neu ist wird grundsätzlich abgelehnt, weil potentiell die Gefahr besteht, nicht mehr sicher zu sein. 

Das ist natürlich auf manchen Ebenen hilfreich. Allerdings wollen die meisten von uns nicht nur überleben, sondern leben. Das Leben erfahren, wachsen, neue Dinge machen, Abenteuer erleben und einfach glücklich sein. 

Wenn wir allerdings immer in unseren alten Mustern bleiben und uns immer wieder selbst in die Quere kommen, sabotieren wir unsere Träume von einem erfüllten Leben selbst. Wir machen das oft ganz unbewusst – aber wir sind trotzdem zu 100% dafür verantwortlich. 

Ich möchte dich heute dazu einladen, deine Vorsätze noch einmal aus einem neuen Winkel zu betrachten. Nämlich aus der Perspektive der Zukunft. Stell dir mal vor, wie du dich im Sommer fühlen wirst, wenn du ab jetzt deine Yogapraxis, deine Mediation, deine gute Ernährung – was auch immer es für dich ist – beibehältst und diszipliniert dran bleibst. Was wird sich bis dahin verändert haben? Wie ist deine Gesundheit? Wie fühlst du dich? Wie sieht deine Routine aus? Wie viel Energie hast du? Und dann erlaube dir, aus dieser Zukunftversion von dir selbst, die nötige Motivation und die nötige Inspiration zu ziehen, heute das zu tun, was nötig ist.

Und dann stell dir mal vor, wie deine Zukunft aussieht, wenn du genau das Gegenteil für die nächsten 6 Monate tust. Wie fühlst du du dich dann? Wie ist dein Gesundheitszustand? Bist du zufrieden mit dir? Dankbar? Erfüllt? 

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Wir selbst sind für unser eigenes Leben verantwortlich. Disziplin ist die höchste Form der Selbstliebe, heißt es. Und ich würde das sofort unterschreiben. Disziplin bedeutet, dass wir jetzt etwas anstrengendes tun, um uns dann später gut zu fühlen. Unser Gehirn ist andersrum gepolt und will jetzt etwas tun, was sich jetzt gut anfühlt. Oftmals kommt dann allerdings später die Rechnung. 

Im Ayurveda und im Yoga geht es darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und die Zügel des eigenen Lebens und der eigenen Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Das ist natürlich nicht immer einfach, aber es lohnt sich so sehr! Halte dir immer wieder die positive Zukunftsvision vor Augen und übe, auch wenn du keine Lust hast. 

Auch Patanjali spricht in den Yoga Sutren darüber, wie wichtig es ist, jetzt diszipliniert zu handeln, um später die positiven Effekte ernten zu können. In Sutra II.16. schreibt er: 

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हेयं दुःखमनागतम् ॥१६॥

heyaṃ duḥkhamanāgatam II.16.

The pains which are yet to come can be and are to be avoided. 

Zukünftige Leiden können und sollen verhindert werden. 

Yoga Sutras of Patanjali

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Leid und Schmerz, der in der Vergangenheit liegt, ist vorbei. Leid, dass jetzt präsent ist, kann durch Yoga vermindert werden und zukünftiges Leid kann durch die richtige Praxis im hier und jetzt, vermieden werden, schreibt BKS Iyengar in seinem Kommentar zu diesem Sutra. 

Patanajali macht hier klar, dass Yoga eine Form der präventive Heilkunst ist. Wenn wir jetzt diszipliniert üben, werden wir in der Zukunft weniger Herausforderungen meistern müssen. Und durch die mentale und körperliche Stärke, die wir durch unsere Praxis jetzt gewinnen, werden wir mit den Hochs und Tiefs des Lebens viel gekonnter umgehen können. 

Ich glaube, dass wir alle ganz genau wissen, was gut für uns ist und was nicht. Jeder von uns spürt das. Das Problem ist, dass diese innere Stimme der Weisheit nicht laut ist. Der Geist hingegen ist laut und übertönt oft die innere Stimme. Natürlich wird es immer Herausforderungen geben und das ist auch gut so und gehört zum Leben dazu. Aber versuche, herauszufinden, auf welche Stimme du hörst, wenn du deine Entscheidungen triffst und versuche aus der richtigen Motivation heraus zu entscheiden, was du mit deiner wertvollen Zeit im hier und jetzt tun möchtest. 

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches, gesundes und erfülltes neues Jahr!

Wenn du voller Power durchstarten willst, dann sei beim Iyengar Yoga Onlinekurs dabei! Dort geht es unter anderem darum, voller Motivation und Inspiration die eigenständige Yogapraxis zu entwickeln und zu vertiefen und mit Freude und Spaß zu üben. Ich hoffe, wir sehen uns dort!

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Deine Laura

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